Autor Thema: CobbDouglas & Anticyra auf dem Weg zum Marathon  (Gelesen 225956 mal)

Offline cbendl

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Antw:CobbDouglas & Anticyra auf dem Weg zum Marathon
« Antwort #3720 am: 10.09.2017, 09:56:49 »

Wie gesagt, es ist im wesentlichen schlicht der Spaßfaktor, der Rest wäre natürlich trainierbar und investierbar. Ich kann für mich grundsätzlich am Multisport keinen Reiz gewinnen, also die für mich beliebige Kombination von Sportarten, vor allem wenn es am Stück ist. Ein Wettbewerb am Rad hätte für mich nur dann einen Reiz wenn laufen langfristig gar nicht (sinnvoll) geht und dann wäre eigentlich das einzig vorstellbare ein Bergzeitfahren. Aber wenn ich laufen kann gibt es so viele Sachen für die keine Zeit ist (wenn man es so machen will wie ich es mir vorstelle), jedes Jahr nehme ich mir vor Bergläufe zu machen, Mittelstrecke wäre super spannend, Stiegenläufe wären auch mal nett und mehr als ein Duathlon würde mich sogar noch ein Ultra reizen. Ich würde gerne in absehbarer Zeit ernsthaft 800, 1000, 1500, Meile, 3000, 5000, 10.000, HM und Marathon verbessern (oder zumindest überhaupt mal probieren), fast jeden der bekannten Bergläufe gut laufen (egal ob Kahlenberg, Schneeberg, Rax, Erzberg, Glockner, etc), auch mal die in Österreich unüblichen Distanzen (10 Meilen, 25km, etc) probieren, es gibt so viel zu erlaufen und so viel muss immer (wenn man nicht nur finishen will) aufs nächste Jahr verschoben werden, mir wird laufend (so der Körper mitspielt) bis zur Pension und darüber hinaus nicht fad.


Abgesehen vom Spaßfaktor, am Radsport (als Wettkampf) stört mich die Materialschlacht, ich hab keine Lust auf Stürze und Defekte in Wettkämpfen und - das ist das aller wichtigste - die Outfits gehen gar nicht. Auch deshalb, wenn dann nur bergauf, da ist die Aerodynamik wurscht und die Menschenwürde kann gewahrt werden.
Da hat jemand mal ziemlich gut erklärt, wieso Rad etc. im Training schon mal ganz OK sein kann, aber kein Ziel für sich. :)
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Offline trifeminine

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Antw:CobbDouglas & Anticyra auf dem Weg zum Marathon
« Antwort #3721 am: 10.09.2017, 10:54:41 »
Stimmt, das "Problem" mit den vielen interessanten Disziplinen potenziert sich, wenn man auch noch Rad- und Multisportbewerbe dazunimmt :D
So muss man dann wirklich überlegte Entscheidungen treffen, was man macht und was man weglässt ... :)
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Offline nasmorn

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Antw:CobbDouglas & Anticyra auf dem Weg zum Marathon
« Antwort #3722 am: 11.09.2017, 09:39:42 »
Ich glaube ein Reiz des Multisports ist ja das es dem disziplinierten Athleten einen Vorteil gegenüber dem begabten Athleten bringt. Auf 100m kannst du soviel trainieren wie du willst da schlägst du keinen echten Sprinter. Je länger der Bewerb desto wichtiger die Vorbereitung aber beim Laufen ist dann tendenziell der mit der größeren VO2max schlicht unendlich bevorteilt. Plus es ist genug Geld im Sport sodass es genug Vollzeit Profis gibt die nie einen Trainingsrückstand haben werden.


Aber der schiere logistische Aufwand vor allem beim Triathlontraining führt natürlich dazu dass jeder Abstriche machen muss. Auch im Rennen können viel mehr Sachen schief gehen. Das ist auch bei den Ultras so wo ja auch Leute dominant sind die vielleicht einen 2:30er Marathon laufen können weil über 100 Meilen einfach andere Sachen zählen. Im Duathlon kommt wohl noch dazu, dass es finanziell eher nicht so lukrativ ist und man im Gegenteil einiges ins Equipment investieren muss ohne dass es wie im Triathlon viel Kohle im System gibt. Obwohl das wahrscheinlich gar nicht einmal so wichtig ist. Tennisdoppel haben die exakt gleiche Anforderung wie Einzel and Equipement und Training und trotzdem, gibt es da Leute die auf hohem Niveau mitspielen obwohl sie im Einzel keinen Auftrag hätten. Einfach weil es Jahre braucht um eine perfekte Doppelpaarung zu erreichen.


Ist interessant bei Sandrina zu sehen wie sie im Duathlon jedes Jahr besser wird einfach weil es wahnsinnig viele Faktoren zu berücksichtigen gibt. Weltweit gibt es eben nur eine Handvoll andere die da über Jahre konsequent dranbleiben. Natürlich ist sie talentiert aber ein 5000m WM Finale würde ich eher nicht in ihrer Zukunft sehen. Die Möglichkeit wirklich um einen Weltmeistertitel mitzukämpfen ist sicher auch zusätzlich motivierend so dass da eine positive Feedbackschleife entsteht.


Daher entscheidet sich abgesehen vom Spaßfaktor wohl auch ob man prinzipiell eher gegen sich selbst antritt oder einen echten Wettkampf haben will. Da hat man als Läufer auf Standarddistanzen sein Schicksal wirklich nicht selbst in der Hand.


Da kann man vielleicht einmal Wiener Landesmeister werden wenn man ein Jahr erwischt wo einfach kein ernsthafter Läufer auftaucht. Das wird einen ernsthaften Wettkämpfer aber auch nicht glücklich machen, weil man ja genau weiß dass es nur der Mangel an Wettbewerb war.


Nachdem ich selbst ja weitgehend Talentfrei bin brauche ich mir garnicht erst eine Sportart such wo ich relative Wettbewerbsvorteile habe da es absolut sowieso nicht reichen würde. Aber wenn ich keine Strecken laufe über auf mehr als drei Runden gehen, werde ich immerhin nicht überrundet.

Offline CobbDouglas

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Antw:CobbDouglas & Anticyra auf dem Weg zum Marathon
« Antwort #3723 am: 19.09.2017, 20:43:56 »
10.7. 10km Sommerlaufcup (eher 9,9) in 38:53 / vdot 53,7 (53,0)
15.8. 10.000m in 38:30 / 54,3
24.8. 5.000m in 18:17 / 55,3
5.9. 3.000m in (inoffiziell) 10:26  / 56,1
19.9. 10.000m in 37:11 / 56,6


Heute 21 Runden im 4er Pack und am Ende würde es noch richtig flott.
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Offline dogrun

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Antw:CobbDouglas & Anticyra auf dem Weg zum Marathon
« Antwort #3724 am: 19.09.2017, 20:49:27 »
10.7. 10km Sommerlaufcup (eher 9,9) in 38:53 / vdot 53,7 (53,0)
15.8. 10.000m in 38:30 / 54,3
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Super! :good: Tempo für mich derzeit um Lichtjahre zu schnell!
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Offline Pizzipeter

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Antw:CobbDouglas & Anticyra auf dem Weg zum Marathon
« Antwort #3725 am: 20.09.2017, 06:50:50 »
Super, Georg!
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Offline run4fun

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Antw:CobbDouglas & Anticyra auf dem Weg zum Marathon
« Antwort #3726 am: 20.09.2017, 08:18:31 »
Gratulation! Die aufsteigende Form wieder beeindruckend bestätigt.
 :applaus_klatsch: :applaus_klatsch: :applaus_klatsch:
Ernährung für Ausdauersportler
http://endurancefood.blogspot.co.at/

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Antw:CobbDouglas & Anticyra auf dem Weg zum Marathon
« Antwort #3727 am: 20.09.2017, 11:12:44 »
Super!

Mit der hohen Frequenz an Wettkämpfen scheinst du dich auch wohl zu fühlen. Ich muss hier aufpassen um nicht als totale Spaßbremse aufzutreten, schaff ich aber nicht ganz :schreck:
Trotzdem beneide ich dich um den Speed.

Offline cbendl

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Antw:CobbDouglas & Anticyra auf dem Weg zum Marathon
« Antwort #3728 am: 20.09.2017, 11:29:35 »
Gratuliere! Was bedeutet das in Platzierung? Und wie war das Rennen so "insgesamt"?
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Offline CobbDouglas

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Antw:CobbDouglas & Anticyra auf dem Weg zum Marathon
« Antwort #3729 am: 20.09.2017, 13:01:11 »
Meine Platzierung, keine Ahnung, irgendwo im soliden/hinteren Mittelfeld vom schnelleren Lauf denk ich. Ich bin jedenfalls von denen überrundet wurden die es schon nicht mehr aufs Podium geschafft haben. Ich bin stur im vierer Grüppchen mit den üblichen gelaufen (die zufällig exakt mein geplantes Tempo von 90 pro Runde / 37:30 gelaufen sind) und erst auf den letzten 4 Runden (wir waren von Runde 2 bis 23 immer auf Kurs 37:25-37:32) gab es ein bisschen Platzwechsel weit weg von den relevanten Plätzen , aber immerhin hat mir das die schnellste Abschlussrunde der Bahnsaison beschert (ca. 74,5). Also eigentlich genau so wie es Spaß macht (nach den paar Sekunden am Boden hinter der Ziellinie wo man sich die Sinnfrage stellt),

Ansonsten war es recht stark besetzt (Siegerzeit unter 32 und ich glaube auch Sub 34 fürs Podium(?) bei den Männern und 37:25 bei den Damen), die Aufteilung auf die beiden Läufe dürfte funktioniert haben und die Bahnpremieren haben soweit ich es mitbekommen habe auch Spaß gehabt. Auch sonst habe ich die Stimmung (in Relation) sehr entspannt und freundlich empfunden, auch wenn das Wetter ein bisschen ungesellig war.

Fotos gibt es im Gegensatz zur Ergebnisliste auch schon http://www.newetschny.com/lauf2017/w10000m2/w10000m2.htm - ich würde da auf Rang 9 kommen, kann mich aber auch täuschen.
« Letzte Änderung: 20.09.2017, 13:42:24 von CobbDouglas »
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Offline CobbDouglas

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« Antwort #3730 am: 20.09.2017, 17:05:16 »
Mit der hohen Frequenz an Wettkämpfen scheinst du dich auch wohl zu fühlen. Ich muss hier aufpassen um nicht als totale Spaßbremse aufzutreten, schaff ich aber nicht ganz :schreck:

Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz. Sind jetzt viele Wettkämpfe gut, schlecht oder wurscht?
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« Antwort #3731 am: 20.09.2017, 20:54:43 »
Geht man von einer Verletzungsanfälligkeit aus stellt eine höhere Wettkampffrequenz wohl eine Belastung dar die einen längeren Formaufbau eventuell gefährden kann - was für M-Aufbau natürlich nicht das Gelbe vom Ei ist. Ich erinnere mich z.B. an den Ermüdungsbruch des Waden- oder Schienbeins von Josef - wiewohl der im Unterschied zu dir auch eine deutlich höhere km-Leistung/Woche drauf hatte...
Ausser du möchtest ohnehin primär 5er und 10er-Rennen machen, dann sag ich gar nichts. Ich wollte lediglich zur Vorsicht ermuntern, aber ich versteh schon den Genuss an der Verbesserung bzw. Bestätigung der eigenen Form bzw. Entwicklung.



Offline CobbDouglas

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Antw:CobbDouglas & Anticyra auf dem Weg zum Marathon
« Antwort #3732 am: 20.09.2017, 21:45:06 »

Die Kurzfassung: ich weiß es nicht.


Die Langfassung: ich meine bei mir eine erhöhte Verletzungsanfälligkeit bei hohen Umfängen und weniger bei hohen Intensitäten beobachtet zu haben. Auch derzeit spüre ich (rein vom Gestell) 2 Stunden durch die Gegend schleichen am Tag danach mehr wie einen voll gelaufenen 10er. Abgesehen davon laufe ich im Training Tempoeinheiten konsequent nicht mehr am Anschlag, aber das kann auch nur Faulheit sein. Also von dem her habe ich derzeit weniger Umfang und weniger Intensität. Damit erübrigt sich auch die Frage nach Marathon, ich würde mir das Training dazu schlicht nicht zutrauen und natürlich würde ich das langfristig gerne nochmal angehen, aber ob das je wieder möglich sein wird weiß ich schlicht nicht. Ich gehe mal nicht davon aus. Die Wettkämpfe könnte man sich natürlich auch sparen, nur bleibt dann halt irgendwann nix mehr. Viel laufen geht nicht, lang laufen geht nicht, schnell laufen geht nicht... bleibt dann als Dauerlösung wirklich nur mehr 3-5 mal die Woche 40 Minuten durch die Gegend traben? Für im Idealfall die nächsten 50 Jahre? So sind halt die Wettkämpfe die kleine Belohnung für das depperte am Radl im Kreis fahren, dafür schon nach 2 Stunden (oder 1:30 vorigen Sonntag, weil ich es ja nicht übetreiben soll/darf/kann) den langen Lauf zu beenden, für 6 mal die Woche auf der Isomatte herum turnen.


Aber wie gesagt, ich weiß es nicht. Aber es ist insofern wurscht weil ich nach dem kommenden Sonntag es mit dem Laufjahr eh gut sein lassen werde und auf erträgliches Herbstradwetter hoffe damit ich noch ein bisserl bei Tageslicht deppert im Kreis fahren kann bevor ich dann im November selbiges im dunklen machen kann/darf/muss.
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« Antwort #3733 am: 20.09.2017, 22:08:08 »
Du liebe Güte, auf keinen Fall will ich dir den Spaß vulgo Wettkampf nehmen. Ich hab in dem Punkt nur an das Thema "die Dosis macht das Gift" erinnert. Vor dem Hintergrund dass du nächstes WE bei Alfred wieder startest und sich diese Serie möglicherweise noch längere Zeit fortsetzt, was aber ohnehin nicht der Fall ist wie du sagst.


Und in punkto Perspektive ist es natürlich 1000 zu 1 den Ball flach zu halten vs. mit dem Spiel aufzuhören. Was red ich? Es ist gar kein Vergleich.

Offline CobbDouglas

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« Antwort #3734 am: 20.09.2017, 22:26:04 »

Nö, länger fortsetzen ist nicht geplant, einerseits wegen der Urlaubsplanung (die lauf-frei ist) und auch mangels attraktiven Angebot in Wien nach dem nächsten WE. Kahlenberglauf würde mich zwar noch reizen aber bergab laufen trau ich mich eben nicht, halt wie Halbmarathon. Wäre fein, ginge was, aber geht nicht.


Bzgl. Dosis und Gift, vllt liege ich völlig falsch, aber meine Überlegung ist schlicht die mechanische Belastung auf den Bewegungsapparat zu minimieren. Der Trainingseffekt eines 10ers im 10er Tempo entspricht wohl weitgehend 6x2000m im 10er Tempo, die mechanische Belastung ist um 2000m kürzer. Daher eben gar keine Intervalle, weil die eben zwangsläufig leere Kilometer die aber trotzdem das Gestell belasten beinhalten. Aber das ist wie gesagt nur meine reine Privattheorie um die eigene Vorgehensweise (und die wieder gewonnene Freude an Wettkämpfen) vor mir selber zu rechtfertigen?
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