Autor Thema: Grünesocke läuft  (Gelesen 4151 mal)

Offline nasmorn

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #60 am: 05.06.2018, 11:09:01 »
Vaseline ist auch echt kein State of the Art Schmiermittel. Ich würde wenigstens auf https://www.bodyglide.com umsteigen. Das gibt es für Frauen auch in Pink. Warum auch immer. Ich hatte früher immer Tights an, kann jetzt aber durch leichten Gewichtsverlust auch mit Shorts lange laufen. Scheint recht individuell zu sein (Beckenbreite, Oberschenkelumfang usw)


Bei Blasen zwischen den Zehen würde ich Injinji Zehensocken verwenden. Dann würde ich noch jede Schnürung versuchen die es gibt. Potentiell andere Schuhgröße + andere Schnürung.


Mein Weg war: Füße trainieren mit Barfußlauf und Übungen und wenig Schuh der vor allem meinen Zehen viel Platz lässt, in meinem Fall erst Vivo Barefoot dann Altra, bei mir am Mittelfuß 2 mal durchgefädelt weil mein Fuß da am breitesten ist und ich sonst immer Probleme bekomme. Hab auch schon Schuhe nach 5 Läufen aussortiert weil ich Blasen bekommen habe. Auf der Straße braucht man meiner Meinung nach überhaupt keinen besonderen Halt, da rennt man ja eh nur gerade aus. Bei starker Steigung bergab seh ich es schon differenzierter, da muss ich die Schuhe auch schon einmal hart schnüren, auch wenn wenn das für mehrere Stunden so nicht erträglich wäre. Auf der Bahn ist es auch komisch weil man ja immer diese Scherkraft spürt.


Disclaimer: So sieht halt mein Weg aus, deiner kann auch ein Salomon Rennleisten und orthopädische Einlagen sein, wichtig ist dass du wenn du konstant hohe Umfänge laufen willst Vertrauen in dein Setup haben musst. Den Lauf abzubrechen ist sicher die richtige Entscheidung, außerhalb einer Rennsituation ist es sicher sinnlos sich Blasen zu holen.


Es gibt auch ein ganzes Buch zu diesem Thema: http://www.johnvonhof.com/Fixing-Your-Feet.html welches ich nie gelesen habe weil ich nicht so große Probleme damit habe. Es ist aber das unumstrittene Standardwerk

Offline mister

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #61 am: 05.06.2018, 11:37:52 »
Auch von mir ein wenig Senf dazu.

Injinji Socken kann ich auch sehr empfehlen. Verwende bei längeren Trailläufen nur mehr diese. Haben mich auch gut im Februar über die 50Meilen gebracht.

Was den Wolf betrifft: Könnte auch am Laufstil sprich Beinhaltung liegen. Ich habe zwar nie einen Wolf, laufe aber viel zu eng, d.h. ich sollte eigentlich die Beine weiter auseinander nehmen, damit dann die Füße sauber nebeneinander auftreten (und nicht auf einer Linie).
Wenn ich das nicht mache, reiben manchmal auch die Knie aneinander.
Könnte also auch bei dir eine Ursache für Reibung sein.

Offline Anna

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #62 am: 05.06.2018, 13:40:05 »
Auch von mir ein wenig Senf dazu.

Injinji Socken kann ich auch sehr empfehlen. Verwende bei längeren Trailläufen nur mehr diese. Haben mich auch gut im Februar über die 50Meilen gebracht.
Sorry, muss jetzt den Blog für eine Zwischenfrage missbrauchen: Ich habe in einer Bewertung gelesen, dass die Injinji-Socken sehr gut sind, aber das 1. Anziehen nach dem Waschen mühsam ist. Nachdem ich die Socken nach 1x verwenden wasche, wäre dann das Anziehen immer mühsam.
Michael, wie siehst du das?

Offline Grünelaufsocke

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #63 am: 05.06.2018, 14:17:06 »
Huch, hier ist ja was los.  :D Ich versuche immer möglichst detailreich meine Wehwehchen oder Hoppalas zu schildern, damit ich von euch Profis möglichst viele Ratschläge, Tipps, Rügen etc. ernten kann, um es das nächste Mal besser zu machen und bei der großen Premiere dann nicht zum Handkuss zu kommen. Also immer her damit! ;D
Momentan verwende ich die Ringelblumensalbe von Kneipp, die scheint mir als Vor- und Nachbehandlung bei Scheuerwunden am effektivsten zu sein, wenn ich sie reichlich auftrage.
Bei den Blasen an der großen Zehe habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Die Blasen entstehen unterhalb des äußeren Gelenkes auf der Außenseite des Fußes, also da wo das Gelenk nach außen gedrückt wird bei einem Hallux. Versteht ihr? Irgendeine Innenaht des Schuhs stört dort immer wieder. In den Zehenzwischenräumen habe ich keine Probleme.
Barfußlaufen bzw. minimalistisch habe ich auch schon ein bisschen im Hinterkopf, bin aber noch nicht dazu gekommen, mich näher mit dem passenden Schuhwerk zu beschäftigen. Ich bin im Alltag sooft wie möglich barfuß unterwegs und mache regelmäßig einbeinige Übungen am Luftkissen.
Bin auch drauf gekommen, dass meine Schuhe generell eine hohe Sprengung haben (ohne dass ich es darauf angelegt hätte, das sind eben die, die nach einer größeren Auswahl sich am angenehmsten angefühlt haben). Die niedrigste hat mein Zoot mit 10 mm, der Ghost 9 12, beide sind meine Favoriten und in der engeren Auswahl für meinen Marathonschuh. Ich glaube fast, dass momentan die Marathonsocken das größere Problem darstellen.  ;D
Bis jetzt bin ich entweder mit 3/4 Tight, lang oder eben den Shorts gelaufen, mit denen ich letztes Jahr, wenn ich mich recht erinnere, keine Probleme hatte. Kann aber auch daran liegen, dass ich damals nie so lange unterwegs war wie jetzt. Danke für den Tipp mit den kurzen Tights!
Ich glaube nicht, dass die Reibung auf meinen Laufstil zurückzuführen ist. Ich habe breite Oberschenkel, ich müsste weiter als hüftbreit stehen, damit sich kein einziger Punkt meiner Schenkel berührt.
Das Buch werde ich mir mal näher anschauen.

Offline mister

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #64 am: 05.06.2018, 14:55:12 »
Auch von mir ein wenig Senf dazu.

Injinji Socken kann ich auch sehr empfehlen. Verwende bei längeren Trailläufen nur mehr diese. Haben mich auch gut im Februar über die 50Meilen gebracht.
Sorry, muss jetzt den Blog für eine Zwischenfrage missbrauchen: Ich habe in einer Bewertung gelesen, dass die Injinji-Socken sehr gut sind, aber das 1. Anziehen nach dem Waschen mühsam ist. Nachdem ich die Socken nach 1x verwenden wasche, wäre dann das Anziehen immer mühsam.
Michael, wie siehst du das?
Das Anziehen ist nicht nur nach dem Waschen mühsam  ;)
Musst eben 10 Zehen der Reihe nach verstauen.


Aber die Routine kommt schnell.

Offline Anna

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #65 am: 05.06.2018, 18:11:05 »
Bei den Blasen an der großen Zehe habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Die Blasen entstehen unterhalb des äußeren Gelenkes auf der Außenseite des Fußes, also da wo das Gelenk nach außen gedrückt wird bei einem Hallux. Versteht ihr? Irgendeine Innenaht des Schuhs stört dort immer wieder. In den Zehenzwischenräumen habe ich keine Probleme.
Ich hatte auch mal mit einem Brooks ein ähnliches Erlebnis; meine Erklärung war, dass die Einlage nicht exakt mit dem Schuh harmoniert und ein Teil der Fußsohle faktisch eingezwickt wird. Habe den Problemschuh dann entsorgt.

Offline Grünelaufsocke

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #66 am: 05.06.2018, 18:16:17 »
Ich hatte auch mal mit einem Brooks ein ähnliches Erlebnis; meine Erklärung war, dass die Einlage nicht exakt mit dem Schuh harmoniert und ein Teil der Fußsohle faktisch eingezwickt wird. Habe den Problemschuh dann entsorgt.
:'(
Hattest du durchgehend diese Beschwerden? War das deiner Meinung nach eine Fehlproduktion oder ein "Ding" von Brooks? Das ist mein erster Brooks Schuh und ich bin hellauf begeistert von der DNA-Dämpfung, aber wenn ... tja, wenn das Wörtchen wenn nicht wär'.  :(

Offline Anna

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #67 am: 05.06.2018, 18:22:05 »
Ich hatte auch mal mit einem Brooks ein ähnliches Erlebnis; meine Erklärung war, dass die Einlage nicht exakt mit dem Schuh harmoniert und ein Teil der Fußsohle faktisch eingezwickt wird. Habe den Problemschuh dann entsorgt.
:'(
Hattest du durchgehend diese Beschwerden? War das deiner Meinung nach eine Fehlproduktion oder ein "Ding" von Brooks? Das ist mein erster Brooks Schuh und ich bin hellauf begeistert von der DNA-Dämpfung, aber wenn ... tja, wenn das Wörtchen wenn nicht wär'.  :(
nur bei diesem Exemplar; war also nicht auf die Brooks-Bauweise zurückzuführen.

Offline Grünelaufsocke

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #68 am: 12.06.2018, 09:57:20 »
Woche 18
51 km

Diese Woche war sehr durchwachsen. Einerseits spielte ich mit dem Gedanken, den VDOT anzuheben, weil es stellenweise richtig flutschte, andererseits merke ich, wie mein Körper gegen die Kilometerumfänge rebelliert und ich deutlich weniger gelaufen bin, als der Plan vorsieht. Das Einzige, was ich besser machen hätte können, wäre ein absoluter Ruhetag am Montag gewesen und am Sonntag davor nach dem Stundenlauf besser zu dehnen. Ansonsten weiß ich nicht, woher plötzlich meine Beschwerden kommen, die sich anfühlen, als würde King Kong Xylophon auf meinem Schienbein spielen. Das Empfinden rangiert zwischen bisschen unangenehm bis wirklich unangenehm, fast Schmerz. Bevor es zu einem tatsächlichen Schmerz kommt, breche ich lieber ab, auch wenn es mich Kilometer kostet.  :sad1: Auf der Faszienrolle finde ich komischerweise keine richtigen Triggerpunkte. Ich habe jetzt mal viel gekühlt, hochgelagert, mit Diana und Wärmecreme behandelt, die letzte Einheit war ich mit Kompressionsstrümpfen unterwegs, die mir aber auch nur bedingt halfen. Ich konnte zumindest laufen.

MO Brooks Run Happy Tour 8 km P = 7'32'' (wahrscheinlich etwas schneller, da ich nach dem Schlusssprint vergessen habe, zu stoppen). Ja, das war mein "Ruhetag", den ich ziemlich sicher wahrnehmen hätte müssen. Testete die neuen Levitate, der Schuh war so gar nicht meins. Ich schob die Scheinbeinschmerzen auf den Schuh, aber wahrscheinlich war das schon der erste Streik meines Körpers, der Pause einforderte.
30' Stabilitätsübungen
DI 12,4 km P = 6'33'' (inklusive 6 Ministeigerungen zu max. 3'16''). Hier überhaupt keine Beschwerden, ich wähnte mich wieder auf der sicheren Seite, dann aber ...


MI 2 km EL + 4 x (4' hart + 3' Erholung) + 2 km EL. Ach, war das schön. Kreislaufmäßig war ich zwar nicht auf der Höhe, hätte wohl lieber ein Glas Wasser mehr als eine Tasse Kaffee trinken sollen, aber der Tempoansatz gefiel mir schon sehr gut. Ich stellte für "hart" probeweise 4'30'' - 5' ein und muss sagen, dass ich ruhig schneller laufen hätte können. Die Intervalle kamen dann auf 4'39'', 4'59'', 4'48'' und 5'11''. Fühlten sich aber noch immer ziemlich leicht an, die letzten lief ich mit Wasserbauch, da ich gegen den Schwindel ordentlich Wasser tankte. Oft alarmierte mich die Uhr, dass ich zu schnell war, worauf ich mich so einbremste, dass es mir schwerfiel, wieder in den gewünschten Bereich zu kommen. Vielleicht stelle ich bei der nächsten Einheit dieser Art auch gar keine Tempovorgabe ein und laufe einfach, so schnell es geht.  ;D Blöd war nur, dass meine Blasen bei den großen Zehen doch präsenter waren, als angenommen, sodass ich verstärkt auf der Außenkante aufkam, was meinen Wadenmuskeln gar nicht gefiel und was sie mir jetzt noch vorhalten.

DO 7,3 km P = 6'35'' Und hier plagte ich mich schon mit der Muskulatur, nach 5 km ging ich, um die Beine ein bisschen auszuschütteln, aber die nächsten 2km waren nicht wesentlich besser.

FR 5 km P = 6'33'' Dasselbe Spiel von vorne, geplant wären 11 km gewesen, doch da hatte ich mehr Angst, etwas (noch mehr) kaputtzumachen, sodass ich lieber abbrach.

SA der viel zu späte Ruhetag

SO sollte der längste Lauf der Woche werden. Ich wartete extra bis spät am Abend, um mit den Kompressionssstrümpfen nicht in die ärgste Hitze zu kommen, doch es half alles nichts. Nach 9,8 km zu der üblichen Pace gab ich mich geschlagen. Nach den ersten Kilometern mache ich immer Fußübungen, also zB auf den Fersen und Zehenspitzen gehen. Dieses Mal aber fühlten sich meine Füße so steif an, dass ich anfangs gar nicht das Gefühl hatte beim Fersengehen, den Fuß vom Boden zu bekommen.

Tja, mein Fazit steht ja schon oben. Das scheint gerade der typische Fall zu sein davon zu sein, dass das Cardiosystem dem restlichen Körper bei weitem voraus ist. Der Plan für nächste Woche lautet, die ersten Tage mal zu pausieren und durch Yoga, Pilates etc. die Muskeln zu mobilisieren, Mitte der Woche wieder mit dem Laufen beginnen und die Daumen drücken, dass es klappt.

Offline cbendl

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #69 am: 12.06.2018, 12:36:50 »
Ich bin da vielleicht gebiased, aber bei deiner Schilderung des Schienbeins denke ich irgendwie an Stressfraktur ...
hippocampus abdominalis

Offline Grünelaufsocke

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #70 am: 17.06.2018, 23:12:30 »
Woche 17 aka Regenerationswoche
32,25 km
Mir war von Anfang an klar, dass ich nicht auf mein Soll komme, darum habe ich mich erst gar nicht groß auf die Laufeinheiten konzentriert, sondern auf zusätzliche Fitnesseinheiten, bei denen einerseits meine angeschlagenen Beine entlastet und andererseits angegriffene Partien gestärkt werden. So war es leider auch absehbar, dass am Sonntag keine großartige Verbesserung beim Frauenlauf stattfinden wird. Mir fehlt es noch immer am Tempogefühl und am Tempotraining, aber dafür haben sich die anderen Einheiten bis jetzt auf andere Art bezahlt gemacht. Am Sonntag konnte ich mich um ganze 5 Sekunden verbessern  ::) und habe auch gleich eine neue mHf erreicht, stolze 210. Aber dazu später mehr.

MO 1h Rückentraining, 1h Pilates

DI nix

MI 4 bis 5 h im Fitnesscenter, davon jeweils 1h Rückentraining & 1h Yoga (das war meine erste offizielle Klasse und mit Sicherheit nichts für Anfänger, omg), den Rest mit Cross-, Hometrainer und Krafttraining verbracht

DO 13 km P = 6'32

FR 1h Pilates, 7,7 km P = 7', diesmal wieder mit Kompressionsstrümpfen, um zu schauen, ob am Sonntag der Lauf drinnen ist. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle noch ein Intervalltraining auf der "Moonbahn" bei Bad Tatzmannsdorf reinschummeln, doch da eine Großzahl der Laternen nicht in Betrieb war, ging ich lieber auf Nummer sicher und hab eine paar gemächliche Runden gedreht.

SA Geplant war eine größere Tour, um die Gegend zu erkunden, schlussendlich habe ich mich aber auf, nennen wir es mal, "regenerative" Aspekte konzentriert und einmalige Laufangebote in Bad Tatzmannsdorf in Anspruch genommen, je 600 m auf der Kunstrasen- und Naturrasenbahn barfuß mit keiner nennenswerten P von 9'20, einfach um mal zu schauen, was für einen Unterschied die Schuhe machen. Zum Aufwärmen ging es, mit Schuhen, 3 km auf die Finnenbahn.

SO Was soll ich sagen, zu diesem Zeitpunkt habe ich nur gehofft, dass ich keine meiner bisherigen Fehler wiederhole und mein Bewegungsapparat mich nicht im Stich lässt. Sicherheitshalber nahm ich die Kompressionsstrümpfe zur Hilfe und hatte keinerlei Beschwerden. Gegen Ende hatte ich dann zwar schwere Beine und habe die Strümpfe verflucht, aber ja, wer weiß, wie es ohne gewesen wäre. Ich habe zwar nicht dieselben Fehler beim Wettkampf gemacht, ganz schuldlos bin ich auch nicht geblieben. Um bis zum Start nicht in der Sonne zu stehen, habe ich mir kurz vor der Startlinie das einzige Fleckchen Schatten ergattert, mit dem Ergebnis, dass mir nichts anderes übrig blieb, also mit den Ersten loszustarten, ohne dass ich die hinter mir behindere. Tja, mein Tempogefühl ist im Moment nicht das Beste, was die stolze Zeit von 4'34'' für den ersten Km zur Folge hatte. Mit Gewalt dröselte ich dann das Tempo, weil ich ja noch weitere 6,3 vor mir hatte. Das Ende vom Lied waren dann für die übrigen Km mäßige 5' irgendwas, weil mir schlussendlich die Kraft fehlte. Auf den letzten Metern konnte ich noch ein bisschen drauflegen, aber auch nicht so "großzügig" wie gehabt.
Ich höre immer wieder, wie flach die Strecke vom burgenländischen Frauenlauf doch sei. Der Prater ist flach, diese Strecke mit Sicherheit nicht. Der "Hügel" bei ca km 2,5 ist mein Erzfeind und ihm habe ich auch die neue mHf von 210 zu verdanken. Da die Strecke hin und zurück führt, hat man zweimal das Vergnügen, an solche Steigungen muss ich mich erst gewöhnen.
Was mich wieder verfolgt hat, war der Harndrang ab ca. der Hälfte. Ich war 3(!)x vor dem Start auf dem Klo, kurz vorm Startschuss 5 Minischlücke gemacht, um bei der Hitze nicht trocken loszustarten. Ich meine, dieses Mal alles richtig gemacht zu haben, auch wenn irgendwo der Wurm drinnen war, sonst hätte sich die Blase nicht wieder gemeldet. -.-

@ Schienbein-/Wadenbeschwerden
Triggerpunkte, die zuvor noch nicht da waren, lassen sich nun auf der Rolle finden. Ich handhabe es jetzt so, dass ich quasi mit der Blackroll aufstehe und zu Bett gehe. Das "Zwicken" sitzt zu 99% in der Muskulatur und wandert beidseitig. Ein kleiner Teil ist auch am Schienbein spürbar, aber das kann genauso gut die Muskulatur sein, die am Knochen anliegt. Im Moment scheint es besser zu werden und im Griff zu sein.

Offline Grünelaufsocke

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #71 am: 20.06.2018, 11:02:17 »
Nochmals @ Wadenbeschwerden.

Mir ist aufgefallen, dass je schneller ich unterwegs bin, desto mehr die Beschwerden abnehmen und gar nicht mehr vorhanden sind. Sollte es nicht genau umgekehrt sein? Oder habe ich beim langsameren Laufen einen schlechteren Laufstil? Das hat nichts mit dem Aufwärmen, wenn ich innerhalb einer Einheit mal schneller und mal langsamer unterwegs bin, dann kann es schon vorkommen, dass ich nach, sagen wir mal, 30' beim Langsamlaufen wieder meine Waden spüre, während sie bei den schnelleren Stücken vollkommen ok waren.

Offline nasmorn

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #72 am: 20.06.2018, 14:24:50 »
Ja sicher ist das möglich. Im schnelleren Lauf hast du wahrscheinlich automatisch mehr Hüftstreckung und damit mehr Einsatz des Gluteus(Arschmuskel) was die Waden entlastet. Außerdem merke ich das zb wenn ich beim Lauf ABC Übungen wie den Abdrucklauf mache diese dynamische Dehnung alleine oft den Gefühl in der Wade verbessern kann.


Für Schienbeine ist schnelles Asphaltlaufen (so ~4:00 und drunter) allerdings das schlimmste was ich tun kann. Da ist die Bahn einfach 10x besser für mich.

Offline Grünelaufsocke

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #73 am: 20.06.2018, 14:40:51 »
Der größte Unterschied, der spürbar bemerkbar ist, dass ich bei einer Pace von 6'-7' eher gerade laufe, während ich bei einem schnelleren Tempo etwas nach vorne geneigt mit dem Oberkörper bin und damit auch der Schwerpunkt anders gelagert ist. Ich habe mir das in den letzten Monaten angeeignet, um das langsamere Tempo zu halten, was wohl nicht der beste Weg war.  :(

Offline Grünelaufsocke

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Antw:Grünesocke läuft
« Antwort #74 am: 25.06.2018, 13:18:40 »
Woche 16
62,25 km (Plan: 59,5 km)

MO 1h Rückentraining, 1h Pilates
DI Das berühmtberüchtigte Intervalltraining, diesmal noch mit vorgegebener Pace: 3 km EL + 5 x 1 km (5'02', 5'02'', 5'08'', 4'58', 4'55'') + 3km AL
MI 5 km P = 6'23''
DO nix (hat sich aber angefühlt wie zwei Tage Ruhepause  :o )
FR 1,5 km EL + 8' Lauf-ABC + 10,4 km P = 6'34''
SA 15 km P = 6'29''
SO 3 km EL + 5 x 5' (4'47'', 5'01'', 5'06'', 4'58'', 5'19'') + ca 9 km P = 6'35''
Das zweite Intervalltraining in dieser Woche habe ich ohne vorprogrammierte Pace auf der Uhr absolviert und habe mich nur an die Stoppuhr gehalten. Der letzte Intervall war nicht so toll, was einer Mischung aus fehlender Kraft und Konzentration geschuldet war, Näheres dazu hier.
Durch die neu ermittelte maximale Herzfrequenz haben sich einerseits meine Pulsbereiche verändert, aber generell ist der Puls niedriger als vor ein paar Wochen. Bei den schnellen Einheiten rangiere ich um die 85%. Ich muss dazu sagen, momentan ist es vor allem ein mentales Ding, mich an eine Geschwindigkeit von unter 5 Minuten zu gewöhnen, weil mir das für meine Begriffe als "zu schnell" erscheint.  ::) Freue mich darauf, wenn ich diese Pace bei Wettrennen durchhalten kann.  ;D
@Nasmorn
Welche ABC-Übungen würdest du da besonders empfehlen?