Autor Thema: Josefstädter´s Schritt für Schritt Blog  (Gelesen 87706 mal)

Offline Diana11

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Antw:Josefstädter´s Schritt für Schritt Blog
« Antwort #1155 am: 30.04.2018, 14:15:09 »
Na Servas! Da versagt meine Vorstellungskraft.  :schreck: 
Gratuliere!Tipp bei den Fotos: 40, 41, 75, 93, 134, 294, 295, 424, 425, 461, 465, 501, 1000, 1001, 1084-1086 :bierchen:


Geh, Josef, grad bei dir kann ich mir so einen Lauf recht gut vorstellen. Würde mich nicht wundern, wenn der irgendwann auf deiner todo-Liste zu finden ist  ;D
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Shit happens! Mal bist du Taube, mal bist du Denkmal. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)

Offline Anna

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Antw:Josefstädter´s Schritt für Schritt Blog
« Antwort #1156 am: 01.05.2018, 09:47:13 »

Im Hinterkopf habe ich die 12h von LE am nächsten Wochenende und voll Euphorie inskribierte ich vorige Nacht den Welschlauf am 5. ai.
Wie beruhigend, Josef! Bei dir deuten längere Laufpausen ja meist  verletzungsbedingtes Kürzer-Treten an. Schön, dass es wieder läuft!

Offline Josefstädter

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Antw:Josefstädter´s Schritt für Schritt Blog
« Antwort #1157 am: 02.05.2018, 01:44:32 »
Treppenlauf ist gegenwärtig definitiv nichts für mich (Diana!) und ja, jetzt läuft's wieder ein wenig (Anna!).

Der VCM 2018 ist schon wieder Geschichte. Zusammenfassend könnte man sagen: "guat is gon[g]a, nix is gschehn".
Ich bin vom 3. Block aus gestartet. Von Anfang an war das Rennen, dem Trainingszustand angemessen, eher gemütlich angelegt. Keine Positionskämpfe. Wenn möglich immer hinter jemanden und nicht daneben, um niemanden zu behindern.

Bei den VPs gab es wie immer am ersten Wasser-Tisch eine Riesentraube von Läufern. In Wien sind die VPs leider viel zu kurz. Wegen der erwarteten Temperatur habe ich diesmal bei jeder VP zugelangt. Die Hitze war während des Rennens aber nicht so schrecklich wie befürchtet.

Dies war mein achter VCM. Den ersten lief ich 2011. In der Operngasse traf ich Toni, der fleißig Fotos für seinen Laufbericht in marathon4you schoss. Marathonaustria listet ihn mit insgesamt 363 Marathons.
Das Wiental laufe ich gerne. Der nächste Fixpunkt war die U4-Station Margarethenstraße, wo ich nach Anna Ausschau hielt. Bevor ich sie sah hörte ich ihre Glocke. Ich lief die paar Schritte zu ihr und meine euphorische Begrüßung war möglicherweise für sie etwas befremdlich.

Meidling, Schönbrunn, Technisches Museum, Mariahilfer Straße. Das Tempo lag in diesen Abschnitten bei durchschnittlichen 6:30. Auf der äußeren Mariahilfer Straße war das Feld noch dicht gedrängt, um auf der inneren sogar dichter zu werden. Am Ende zweigten die Marathonläufer und die Staffeln nach links auf die 2-er Linie ab. Hier wurde es plötzlich breit und ruhig.

Während vor dem Rathaus die Halbmarathon-Läufer und die guten Marathonläufer in das Ziel sprinteten, war es hinter dem Rathaus, wo die Hälfte des Marathons überschritten wurde, komplett ruhig.
Auf der Universitätsstraße war der nächste Staffelübergabebereich (zweite auf dritte). Mein Tempo wurde nochmals geringer. Wir liefen quer durch den inneren Zipfel des 9. Bezirkes. Viele suchten, so wie ich, den Schatten, auch wenn wir dadurch auf den Gehsteigen laufen mussten.
Die Alserbachstraße zog sich ein wenig. Die Straßenbahnlinie 5 war in Betrieb und zuckelte neben uns her. Der Anstieg zur Friedensbrücke ist durchaus bemerkbar. Die wellige und kurvige Donaustraße danach wirkte auf mich kurzweiliger als in Erinnerung. Gleich zu Beginn überquerten wir die 25km Matte. Wir fanden auch hier immer wieder Schatten auf den Gehsteigen. Der Körper fühlte sich gut an. Es war nichts zu spüren von den Schmerzen in der Hüfte, die mich die Wochen zuvor gequält hatten. Seit einiger Zeit kaute ich gesalzene Gummibärli, um Muskelkrämpfen vorzubeugen.
Bei der Urania bogen wir in Richtung Praterstern ab und ich freute mich schon auf die Prater Hauptallee.
Eingangs der Hauptallee machte sich Michael vom Rand aus bemerkbar und er gesellte sich zu mir, um mich bis ans Ende zu begleiten. Für mich war das sehr angenehm, weil es Ablenkung und zusätzlichen Ansporn bot.
Kurz vor der Meiereistraße trafen wir auf einen der letzten 8 Läufer, die alle bisherigen VCMs gefinisht haben.
Die Meiereistraße hinauf bis zur U2 und wieder herunter ist eher nervig. Hier überquert man die 30km Matte und hier ist auch die letzte Staffelübergabe.
Im Vorfeld hat Erwin versprochen, bei Kilometer 32 mit einem Bier zu warten. Ich war schon sehr ermattet und konnte es kaum erwarten.  Aber erst bei km34 stand er da. Ich blieb ich stehen, um das dargebotene Bier zu fassen. Plötzlich hatte ich ein starkes Schwindelgefühl. Mit langsamen Schlucken leerte ich einen Becher und ging mit einem zweiten langsam weiter.
Nach kurzer Zeit hatte ich mich wieder erholt und konnte weiterlaufen. 
Ich gewann Regina und Martin als Begleiter bis fast zum Ende der Rustenschacher Allee hinzu.
Nach dem Donaukanal, in der Radetzkystraße, war beim SPÖ-Stand ein Mann mit einem Gartenshlauch platziert, der bei Bedarf eine Dusche verabreichte.
Inzwischen war ich gemeinsam mit Michael an der 39km Marke vorbei, wir überquerten den Wienfluß und an den Erwin Wurm Objekten und am MAK vorbei erreichten wir den Ring. Das Läuferfeld war bereits sehr aufgelockert und mir wurde bewusst, dass das dichte Hauptfeld schon längst im Ziel war. Kurz vor dem Burgtheater verabschiedete sich Michael und ich durfte ins Ziel laufen.
Die später ausgewiesene Nettozeit war 4:50:20. Zwei Wochen vorher schien ein Durchkommen eher unwahrscheinlich. So gesehen ist die Zeit erträglich. Schön war, dass weder Hitze noch Schmerz den Lauf besonders beeinflußten und auch keine negativen körperlichen Folgen auftraten. Andererseits ist das Ziel vom Anfang des Jahres, schneller zu werden, nicht erreicht worden. Und dabei bleibt es vorläufig, denn die nächsten Vorhaben gehen großteils Richtung Ausdauer (Ultra).

Das war Marathon Nummer 61.
Schwarzwaldlauf 9.-13.9.    Moskau Marathon 23.9.    Rauchwart Marathon 30.9.

Offline Pizzipeter

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Antw:Josefstädter´s Schritt für Schritt Blog
« Antwort #1158 am: 02.05.2018, 07:20:09 »
 :good: :good: :good:

...immer wieder faszinierend, wann du deine Berichte schreibst  ;)
Wie war LE?
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Offline Naturhexerl

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Antw:Josefstädter´s Schritt für Schritt Blog
« Antwort #1159 am: 02.05.2018, 07:55:06 »
Danke für den Bericht, Josef! Ich seh immer dein Lächeln beim Laufen wenn ich deine Berichte lese  :beifall: Schön, dass es wieder gut läuft.
"Du gewinnst an Stärke, Mut und Selbstvertrauen durch jede Erfahrung bei der du der Gefahr wirklich ins Gesicht siehst. Du musst das tun, wovon du denkst, dass du es nicht tun kannst." - Eleanor Roosevelt

Offline Barbara

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« Antwort #1160 am: 02.05.2018, 08:54:28 »
Welschlauf ist eine gute Wahl, ein sehr schöner "warmherziger" Lauf. Ich bin die Langdistanz auch vor 2 Jahren gelaufen also in die selbe Richtung wie du heuer laufen wirst.
Jetzt hab ich schon begonnen, dir noch ein paar Tipps fürs Training  zu schreiben - und wieder gelöscht- weil ja sinnlos zum jetzigen Zeitpunkt. Sind ja nur mehr ein paar Tage. 

Am Donnertag also zwei Tage vorm Welschlauf sich die Beine noch so richtig müde zu machen, würde ich aber noch überdenken.

Schöne Zeit in der Steiermark!

Offline Diana11

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« Antwort #1161 am: 02.05.2018, 09:05:51 »
... Kurz vor der Meiereistraße trafen wir auf einen der letzten 8 Läufer, die alle bisherigen VCMs gefinisht haben.

War das Gerhard vom LC Derfisch? Den haben wir gestern in Leobersdorf getroffen und beim Plaudern über den VCM sind wir auch auf dich gekommen :)
Mir taugt und imponiert, wie gut du die Dinge (an)nehmen kannst, wie sie eben sind. Ich tu' mir da viel-viel schwerer.
Freu mich schon auf deine nächsten (Ultra-)Berichte  :D
WETTKAMPFSCHWAMMERL
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Offline Josefstädter

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« Antwort #1162 am: 07.05.2018, 20:08:28 »
Diana: kann schon sein, dass es Gerhard war. Ein Name ist gefallen, aber bei meinem Gedächtnis diesbezüglich und bezüglich Gesichter  ::) Michael könnte es wissen, er hat mit ihm hauptsächlich geredet.
Barbara: Bericht folgt, da gibt es viel Gutes zusagen  :bierchen:

12h von LE am 28.4.2018
Der 12h Lauf von Langenzersdorf ist für mich ein sehr sympathischer Lauf. Vielleicht auch deshalb, weil ich beim allerersten 2011 dabei war. Es war damals etwas ähnliches wie die Diplomprüfung einer Fachschule für Event-Management. Die Schülerinnen und Schüler wirkten mit irrem Engagement mit und vergatterten ihre weitere Verwandtschaft zur Bildung von Megastaffeln. Der Lauf hatte etwas sehr Familiäres. 2012 lief ich nochmals mit. In den folgenden Jahren aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr. Im letzten Jahr meldete ich mich offiziell an und lief als Training 7 1/2 Stunden. Wie das so ist bei den Ultras, kam ich damit sogar in die Ergebnisliste.

Heuer sind die 12h von LE das erste Mal Teil des Österreichischen Ultralauf-Cups. Meine Teilnahme war hiemit vorgegeben, weil 3 Läufe Voraussetzung für die Wertung sind und je schneller man die hat, desto besser.
Mit diesem Lauf wollte ich gleichzeitig testen, ob es Sinn macht, für den ÖM 100km Lauf im Prater zu melden. Vorweggenommen: Nein, ich habe mich inzwischen statt dessen beim am gleichen Ort und Tag durchgeführten 50km Lauf gemeldet.
Die Tage davor dienten hauptsächlich der Regeneration nach dem VCM vor einer Woche. Am Dienstag Krafttraining, am Mittwoch  ULT Heustadlwasser Lauftreff, am Donnerstag Massage.
Samstag früh fuhr ich zu Heinz und danach gemeinsam weiter nach LE. Die Vorbereitungen waren schnell erledigt. Unseren kleinen Tisch stellten wir an den Wegesrand, den Klappsessel dazu und die Taschen mit nützlichen Utensilien gleich daneben. Laufdress natürlich kurz-kurz. Heinz hatte neu gekaufte Hoka an den Füßen, ich die altgedienten Altra Torin. ULT Heustadlwasser war mit Gina, Gabi, Erwin, mich und später noch Sofia stark vertreten. Größere Vereine auch Donautal, Turbo Schnecken, ASKÖ Laufwunder Steyr und Freunde des Laufsports. Mit einem Wort, ein großer Teil der Ultra-Familie war anwesend.

Der Tag versprach heiß zu werden. Nach diversen Einweisungen und Erklärung des Prozedere erfolgte der Start pünktlich um 8h. Ich lief, so wie fast alle mit mäßigem Tempo an. Der Tempounterschied zwischen den einzelnen Läuferinnen und Läufern ist trotzdem gewaltig. Am Ende hatte mich der Sieger Heinz Jürgen 51 Mal überholt!
Ich war heilfroh, wieder beschwerdefrei laufen zu können und genoss dieses Bewusstsein. Wie beim VCM entwickelte sich die Hitze nicht so schrecklich wie befürchtet. Es gab immer wieder einen Lufthauch. Und die hohen Bäume rund um den Teich spendeten im Laufe der Sonne an wechselnden Stellen ihren Schatten.
Weil behauptet wird, es müsse unheimlich öde sein, wie in meinem Fall 93 Mal, um den Badeteich zu laufen: au contraire! Tagsüber kommen viele Badegäste und es gibt genug zu schauen. Ich hatte das zusätzliche Glück, dass uns eine Laufkollegin besuchte und mich viele Runden begleitete. Das brachte Abwechslung, nette Gespräche und niedrigere Rundenzeiten. Danach wurde ich sofort langsamer.
Die Vorbelastungen (Verletzung, VCM) machte sich irgendwie bemerkbar ohne groß zu stören. Meine Verpflegung bestand aus wenig festes, viel trinken, ein paar Gels und alle drei Stunden ein Bier. Darunter zur Halbzeit ein "echtes" Ottakringer. Zu diesem Zweck pausierte ich ungefähr 15 Minuten und wechselte gleichzeitig die Schuhe (Brooks pure flow).
Um 14 Uhr waren die 6-Stunden Läufer gestartet. Da gesellte sich Sofia zu Regina und Gabi. Die drei Frauen des ULT Heustadlwasser liefen ein phänomenales Rennen. Wir Männer (Erwin und ich) schämten uns fast ein wenig.
Nach der Halbzeit hatte ich bloss noch das Ziel 20 Uhr im Fokus. Um 17 Uhr war der Start der 3-Stunden Läufer angesagt. Da wurde es nochmals dichter und ich nochmals langsamer.
In die letzten Runde nahmen wir ein Hölzchen mit aufgemalter Startnummer mit, das wir zum Vermessen an der Stelle, wo wir beim ertönen des 12-Stunden-Signals stehen blieben, ablegten.
Ich glaube, vom forum waren wir drei Leute. Heinz wurde mit 105,825 km zweiter seiner AK. Markus war nach 37,854 km zur Aufgabe gezwungen. Und ich war mit 86,592 km weit entfernt vom Traum, in 12 Stunden 100 km weit zu laufen.

Das war Ultra Nr. 48. Fehlen noch 52 auf 100.
Schwarzwaldlauf 9.-13.9.    Moskau Marathon 23.9.    Rauchwart Marathon 30.9.

Offline mister

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« Antwort #1163 am: 07.05.2018, 21:18:44 »
Diana: kann schon sein, dass es Gerhard war. Ein Name ist gefallen, aber bei meinem Gedächtnis diesbezüglich und bezüglich Gesichter  ::) Michael könnte es wissen, er hat mit ihm hauptsächlich geredet.
Ich denke, dass es Erwin war, der Bruder von Mischa und Nurmi.

Und natürlich Gratulation zu den 12h. Spätestens zu den 50km sehen wir uns wieder ;)

Offline Nurmi

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« Antwort #1164 am: 07.05.2018, 21:21:41 »
laut meinen Informationen kann ich das bestätigen
Laufen abseits von Metern, Sekunden, Sprengung, Gramm,........

Offline mister

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Antw:Josefstädter´s Schritt für Schritt Blog
« Antwort #1165 am: 07.05.2018, 21:40:39 »
laut meinen Informationen kann ich das bestätigen
Du musst es ja wissen. Wir haben kurz vor der Meiereistraßen-Wende über deinen Treppenlauf gesprochen.