Autor Thema: Nasmorn ist doch ein Nashorn  (Gelesen 10656 mal)

Offline nasmorn

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Antw:Nasmorn ist doch ein Nashorn
« Antwort #120 am: 23.05.2018, 10:24:50 »
Bin aus beruflich/privaten Gründen voll vom Trainingspferd gefallen. Nur 29km letzte Woche, nennen wir es mal Entlastungswoche :)
Positiv war, dass mein Tempoflex extrem locker war. 4:00-4:15 ist einfach ein total laufbares Tempo geworden und nicht die Laktatschlacht die ich von 5k - 10k Rennen kenne. War natürlich auch nicht so lange aber trotzdem cool zu sehen.


Am Montag wollte ich meinen Longrun nachholen und bin im Gesäuse den Weg zur Planspitze hoch. Da waren auf ~3km 1000hm mit einem Maximum von 367hm auf einen km. Dann bin ich drauf gekommen, dass das nicht wirklich ein gescheiter Weg war (danke Open Street Map) sondern der Einsteig zu zwei Klettereien. Aber nicht Klettersteig sondern so mit Seil und dem ganzen Zeug.


Auf der einen Seite war es nicht so klar, dass der Weg aus ist und ich bin ungefähr 5m zu weit gekraxelt und hab dann sehr stark gespürt dass das für mich überhaupt nicht ok ist. Ich bin in der Situation schon recht cool geblieben und hab sehr langsam und bedacht den besten Weg zurück genommen aber es lässt mich seitdem nicht ganz los. Dieses Gefühl auf dem 10cm Felsband zu stehen wo jeder zweite Griff ausbricht weil der Kalk dort so porös ist macht mich immer noch fertig. Lässt mich etwas an meiner Zurechnungsfähigkeit zweifeln dass ich mich da vorgewagt habe.


Beim runterlaufen (kann man fast nicht so nennen) bin ich trotz Stöcken 4x hingefallen, obwohl es nicht extrem rutschig war. So einen Downhill hab ich auch noch nie wo gesehen. Aber im Wald ist es halt echt was anderes, da muss man einfach nicht sterben wenn das passiert.  :hoorah:




Offline nasmorn

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Antw:Nasmorn ist doch ein Nashorn
« Antwort #121 am: 28.05.2018, 12:06:57 »
Diese Woche mal 90km gemacht.


Der Longrun am Sonntag war dann schon eher hart aber alles in allem bin ich glaube ich ziemlich fit.
Nach den 1000hm mit im Schnitt 33% Steigung am Montag kam mir der Wienerwald jedenfalls sehr flach vor.


Erfreut habe ich außerdem feststellen können, dass ich heuer eine Woche mehr zur Vorbereitung habe. Mein long runs sind aber schon auf Vorjahresniveau. Wochenkilometer allerdings sind in der heißen Phase jetzt echt mehr. Im Mai könnte ich erstmals die 300km knacken nach 211 im Vorjahr. 


Außerdem habe ich momentan recht stabil 66kg was definitiv weniger als jemals zuvor ist. Es gibt immer noch abwärts aber schon deutlich flacher da ich bei meinem momentanen Laufpensum wieder viele Kohlenhydrate konsumieren muss. Ich bin nicht bereit meine Regenerationsfähigkeit am Altar eines möglichst niedrigen Startgewichts zu opfern.

Offline nasmorn

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Antw:Nasmorn ist doch ein Nashorn
« Antwort #122 am: 15.10.2018, 11:30:22 »
Nachdem mein Sommer aus familiären Gründen läuferisch ziemlich verhagelt war habe ich jetzt wieder angefangen braver zu laufen.


Im Kopf bin ich zwar noch ein strammer Ultraläufer, körperlich passt es noch nicht ganz wieder.
Am 29.9 war ich beim Schneebergtrail am Start und habe ihn in 5:30 mit massivem Einbruch und schlimmen Krämpfen mehr schlecht als recht über die Bühne gebracht.


Diesen Samstag habe ich gegen besseres Wissen versucht eine Hochschwabtraverse in Angriff zu nehmen. Dabei erging es mir ähnlich und ich musste letztendlich abbrechen.


Beide Tage haben mir aber in Erinnerung gerufen wie fantastisch es ist sich schnell in den Bergen zu bewegen und motivieren mich zu einem konsistenterem Training um wieder eine Basis zu haben.


Eine Zeit lang habe ich mit dem Gedanken gespielt beim Rundumadum die 88km zu starten aber realistischerweise kann das nur in einem Desaster enden. Ich wünsche allen Startern aber bestes gelingen.

Offline nasmorn

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Antw:Nasmorn ist doch ein Nashorn
« Antwort #123 am: 06.11.2018, 11:22:02 »
Mein Formaufbau geht ganz gut von statten. Im Moment laufe ich keine massiv langen Sachen, da das mit meinem IT Band zu problematisch ist. Außerdem will ich gerne mein Tempo etwas raufbekommen. Da ist das lange aber super langsame herumtraben ohnehin nicht hilfreich.


Meine letzten beiden Wochen waren sehr moderate 40 und 45 km. Allerdings streue ich immer wieder 4-6 x 30 Sekunden Beschleunigungen ein um mich wieder an schnelleres Laufen zu gewöhnen. Auch mein Krafttraining für die Beine mit Körpergewicht mache ich relativ diszipliniert (5x in 3 Wochen).


All das hat dazu geführt dass ich zum ersten Mal meine lockeren Läufe in solchen Dimensionen laufen kann wie die Laufliteratur (zb Daniels)  behauptet ich sollte es können. Bis jetzt war das immer total unrealistisch schnell aber im Moment bin ich bei gleicher HF etwa 45 bis 60 Sekunden schneller als noch im Frühling. Es ist mir etwas unheimlich, da ich ja eigentlich noch fast nix gemacht habe in den letzten 4 Monaten.


Am Sonntag bin ich den Schreiberbach (bekannt vom weltberühmten Run42 Skyrace) zu Testzwecken einmal voll gelaufen. Ich habe das stoppen des Segmentes zwar versammelt aber handgestoppt war ich nur 1s langsamer als meine Bestzeit als ich 2017 nach meiner besten Vorbereitung aller Zeiten (Veitsch) gelaufen bin. Und dass obwohl ich am steilen Stück oben arges Seitenstechen bekam und nachlassen musste. Auch mein Wattmesschip (Stryd) zeigt bis dato unbekannte Zahlen.


Überhaupt bin ich steil bergauf gerade ziemlich schlecht beinander und bergab bekomme ich leicht IT Band Probleme. Das brachte mich aber auf eine glorreiche Idee. Meine HM Zeit von anno dazumal ist immer noch eine Art psychologische Barriere weil man im Ultra ja nie so schnell rennt. Daher dachte ich, ich nutze meine derzeitige Flachlandform und trainiere für den VCM 2019.


Das ist auch vom Zeitrahmen her ziemlich perfekt ich kann noch 2 Wochen nur so Spaßhalber laufen und meine Wochenkilometer auf eine Niveau bringen wo sich das starten eines dezidierten Trainingszyklus auch auszahlt. Danach hab ich dann genau 20 Wochen für eine Marathonvorbereitung.


Die Hoffnung ist natürlich den gewonnenen Speed im Sommer auf die Trails mitnehmen zu können.






Offline Pizzipeter

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Antw:Nasmorn ist doch ein Nashorn
« Antwort #124 am: 06.11.2018, 11:27:50 »
Cool  :good: - hört sich nach einem sehr guten Plan an  :)
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Offline CobbDouglas

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Antw:Nasmorn ist doch ein Nashorn
« Antwort #125 am: 06.11.2018, 16:55:34 »
Deine Bestzeit sind die 7:20 von Kainach (bzw. eben keine Bestzeit), oder? Was schwebt Dir denn als Größenordnung für eine Zeit vor?

Mein Schreiberbachorakel meint ja um die 3:20, aber bei Dir tut sich das Orakel immer recht schwer.
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Offline nasmorn

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Antw:Nasmorn ist doch ein Nashorn
« Antwort #126 am: 06.11.2018, 18:30:52 »
Marathonbestzeit hab ich keine. HM sind 1:35:29 aus 2014. Da lief ich aber noch ~20km in der Woche und hab einen schlimmen positive Split gehabt. Mir hat damals extrem die Ausdauer gefehlt.


Im Moment zeigt die Formkurve stark aufwärts was ich darauf zurückführe dass ich fast 3 Jahre nur Grundlage gemacht habe und jetzt sanft etwas Intensität hinzufüge. Da muss ich einfach schauen wo mich das hinbringen kann. Ohne Wettkampfsituation ist eine Formbestimmung für mich echt schwierig. Schreiberbach am Sonntag waren handgestoppt 21:06 nur ist der Puls mit 179 nicht auf 5k Rennniveau. Da hatte ich eher sowas wie 188 - 190 Schnitt.


Testläufe mit 5 oder 10km gibt es im Moment ja genau keine (außer Cross aber da bin ich nachher auch nicht schlauer). Vielleicht sollte ich 5km auf der Bahn probieren in 2 - 3 Wochen.


3:20 wäre eigentlich schwach aber vielleicht auch realistisch weil die 1:35 vom Halbmarathon auf den Marathon umzulegen (das wären dann glaub ich etwa die 3:20) ist ja vermutlich auch nicht trivial, Ultraerfahrung hin oder her. Vor allem weil mein Speed/Distance Loss Factor traditionell eher hoch ist. Nashorn eben.

Offline CobbDouglas

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Antw:Nasmorn ist doch ein Nashorn
« Antwort #127 am: 06.11.2018, 19:33:31 »
Von 1:35 auf 3:20 ist sicher nicht trivial, aber eben das gut mögliche. 10er dazu dann halt (unter) 42, 5er 20:20 oder so, wobei 10er wohl deutlich aussagekräftiger ist. Wennst Mal Begleitung dafür brauchst meld Dich halt, wurscht ob Bahn oder PHA.
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Offline nasmorn

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Antw:Nasmorn ist doch ein Nashorn
« Antwort #128 am: 09.11.2018, 12:29:26 »
Hab mich jetzt mal wieder mit Runalyze gespielt und wollte mal die Gurus befragen.
Ist für VO2 max estimate besser alle activities mit HM auszuschließen oder die elevation correction anzudrehen?


Also so Ultrabergwanderungen schließe ich natürlich aus, aber zb einen Kahlenberglauf wo ich nicht wirklich gehen muss könnte man mit der correction schon drinnen lassen.


Der 5er ist bei mir sicher wertlos, den renn ich vermutlich leicht in dieser Zeit. Werde für den 10er mal sowas wie 4 x 2km in 4:10 probieren.