Autor Thema: 2016-10-16 Wiener Herbstmarathon - Ulrich  (Gelesen 318 mal)

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2016-10-16 Wiener Herbstmarathon - Ulrich
« am: 16.10.2016, 00:00:00 »
Datum: 2016-10-16
Event: Wiener Herbstmarathon
Distanz: 42.195 km

Ersteller: Ulrich

Offline Ulrich

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2016-10-16 Wiener Herbstmarathon - Ulrich
« Antwort #1 am: 16.10.2016, 00:00:00 »
Herbst lcc 16

Nicht weil der Marathon besonders wär, nicht weil die Zeit erfreulich ist. Nein, einfach nur, weil ich mich auch in späteren Zeiten an diesen Lauf erinnern möchte, den ich wohl mittelfristig eher verdrängen werde ;)
Komisches Laufjahr war das.
Immer noch den Rundumadum 2015 im Kopf, war ich von den langen 3-4 Stunden Waldläufen fasziniert, sodass ich eigentlich wenig Lust hatte, auf einen flotten Marathon im Frühling zu trainieren. Nun, die 3:28 waren dafür eine sehr erfreuliche Überraschung. Ein richtiges Highlight sollte daraufhin die Veitsch werden, doch entschied ich mich am Vortag gegen den Start. Ein Gewitter am Hochplateau war angekündigt gewesen, weswegen ich meinem Bauchgefühl folgend den Start cancelte.
Interessanterweise fühlte ich mich in den Folgewochen völlig leer und schaffte keine 2 durchgehenden Kilometer, dies jedoch ohne jedwede medizinische Auffälligkeit. Spannend, was die Psyche im positiven wie auch im negativen für Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit haben kann.
Mit einem Schlag gings dann wieder und ich hatte wieder Freude am Laufen gefunden. Mit ein paar 100 Km Wochen bereitete ich mich dann auf mein Ziel, den LCC vor, doch ... wie es halt im Berufsleben so kommen kann, kamen mir Ideen und Aufträge teilweise dazwischen, sodass auch die Konzentration nicht immer nur zu 100% am Hobby lag.
Gerade in der Hauptvorbereitungszeit fiel ich dann noch eine Woche ganz aus, was ich dann mit für mich ja eher seltenen Intervalleinheiten zu kompensieren versuchte. Alles fühlte sich ganz gut an, ich war gelassen und zuversichtlich. Und... eigentlich war´s mir wurscht.
Auch das Wetter am Marathontag selber sollte eigentlich ziemlich perfekt sein. Vielleicht hätt´s um 2 Grad frischer sein dürfen, aber insgesamt hat´s schon gepaßt.

Nun, die ersten beiden Runden gehen wirklich locker von der Sohle, ich bin meist in oder unter 4:40 unterwegs. Warum nicht? Es gibt immer wieder Tage, in denen die Tagesform einen über alle Wahrscheinlichkeiten katapultiert. Ich renn locker, selbst wenn ich mich bremse bin ich immer noch bei 4:45. Etwas unglücklich bin ich, als ich in der 3. Runde wieder einmal erkenne, dass 5 von meinen 6 Gruppenkollegen eine HM-Startnummer haben und ich sodann wieder ganz allein unterwegs sein werde. Gut, andererseits mag ich das ja eh, stört mich wenigstens keiner. Aber dieser letzte Kick, halt doch noch einen Tick schneller zu rennen hab ich dann halt nicht.
Bei KM 25 ist es dann plötzlich vorbei mit den flotten Zeiten, ich beiße mich über die restliche Distanz, dennoch, irgendwie genieße ich auch diesen Abschnitt. Auch das Kämpfen gehört zu Marathon dazu.
In meiner letzten Runde freue ich mich, Heidi einzuholen, wir plaudern ein wenig, ich habe dann Probleme, mein Tempo zu halten, erst als ich auf der Allee dann die letzten 4 KM in Angriff nehmen kann, geht´s wieder ein wenig flotter. Was der Kopf nicht alles bewirken kann.
Dennoch, mit den 3:35 bin ich nicht zufrieden. Mein Mindestziel waren eigentlich 3:30, im best case habe ich mit unter 3:25 spekuliert. Wurscht, 2016 ist lauftechnisch vorbei, gut so. Freue mich auf 2017.

Ach ja, eine kleine statistische Spielerei:
Ich hab jetzt gleich viele Pumpers wie Konrads... je 14 Stück :D

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Offline Josefstädter

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2016-10-16 Wiener Herbstmarathon - Ulrich
« Antwort #2 am: 24.10.2016, 10:34:11 »
Ich sitze da, lese deinen Bericht und sinniere, ob ich übersehen hätte, wie du mich überholtest. Wahrscheinlich nicht, obwohl es bei einer Differenz von 33 Minuten sicher knapp war.
Deine Beschreibung des Rennens kann ich gut nachvollziehen. Ja, so war es. Die statistische Bemerkung über Pumpers gegen Konrads ist witzig.
Jetzt erinnere ich mich gerade an unseren Donauinsel-Lauf in Ultra-Marathon-Distanz von 45 km vor einem Jahr, am 15. Dezember 2015. Das war genauso schön.
See you 2017 oder vorher (?), wo ich endlich den Veitscher Grenzstaffellauf angehen werde.
Wien Rundumadum - Die Ganze G'schicht 31.10.2020