Autor Thema: 2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich  (Gelesen 1319 mal)

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2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« am: 07.11.2022, 11:04:34 »
Datum: 2022-11-05
Event: 9. rundumadum
Distanz: 130,000 km

Ersteller: Ulrich

Offline Ulrich

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #1 am: 07.11.2022, 11:05:20 »
Teil 1
 Peter, der Mann des Tages
Die Vorbereitung auf den Rundumadum 2022 habe ich lang genug geschrieben, die verlief schlicht perfekt. Hohe problemlose Umfänge, vielleicht etwas wenig Erholung, aber so gut wie nie gab es Zeiten, in denen ich mich nicht wie ein Kind auf Weihnachten, auf den 5.11. freute. Also, abgesehen davon, dass die diversen Wetterprognosen lange Zeit auf Regen standen, aber auch das klärte sich wie so oft um Guten.
Der Morgen, also die Nacht des 5.11. begann spannend… unsere Therme war ausgefallen, sodass wir nach dem Lauf auf unser Bad und vor allem eine warme Wohnung verzichten mussten. Vaillant, die ultimative Energiespartherme…
Eine relativ witzige Anekdote ergab sich bei der Startnummernabholung, als der sehr bemühte Kollege meinte, ich würde wohl ein XL Shirt brauchen. Nun, er konnte ja nicht wissen, dass ich mein neuerstandenes Daunengilet unter der Jacke trug…
Ach ja, jenes Taxi, das wir am Vortag bestellt hatten, erschien nicht pünktlich, weswegen wir glücklich waren, dass die nachbarschaftlichen Nachteulen gerade scheinbar von einer hoffentlich wilden Partynacht zurückkamen (realiter stieg einfach ein Frau vor einem Nachbarhaus aus einem Taxi aus, welches wir sofort kaperten)
Im Startgelände das altbekannte Gewurl, alle sind angespannt, freuen sich, einander zu sehen und bekommen ihre Tracker, bis es dann an den Start geht. Trocken ist es, trocken und windig.
Ja, windig. Und zwar leider ein recht frischer, kühler Wind, der uns schon am Weg rauf ins Kahlenbergerdorf ein wenig auffrischt. Doch hier rauf ist freilich noch kein Thema, wir wandern rauf, weiter zum Kahlenberg, Hermannskogel etc. Gelegentlich unterhalte ich mich mit den diversen Kollegen, doch eigentlich mag ich heute eher mein Tempo rennen. So ganz im Hinterkopf ist ja doch eine flotte Zeit, ich bin ja sehr gut vorbereitet. Hameau runter, Schwarzenbergparklabe. Irgendwie .. ich weiß nicht, so voller Energie fühl ich mich nicht, es ist doch recht frisch, aber das ist noch ja völlig egal, die nächsten 105 Km werden entscheidend sein.
Soll ich meine Jacke anziehen? Gute Frage, ich entscheide mich dafür, sie noch um Rucksack zu lassen, zumal die Lainzer Höhenmeter noch auf mich warten. Rein praktisch gedacht bringen mich die Höhenmeter immer ein wenig ins Schwitzen, was egal ist, solange ich keine Jacke anhabe. In der Jacke steh ich dann irgendwann oben im Wind noch im eigenen Saft, was ich mir grad wenig prickeln vorstelle.
Durch die Gatschpartie zwischen Marswiese und Schottenhof stapfe ich hoch, dann noch weiter bis ich bald in den Steinhofgründen wieder in lockeren Laufschritt komme. Emmi, eine liebe Kollegin wartet mit ihrem Mann Ausgang Dehnepark und gibt mir eine Frucade als Wegzehrung mit, Danke Dir.
Im Training hat sich bei Heidi und mir für die Kilometer entlang der Westeinfahrt der Begriff der „einfachen Kilometer“ eingebürgert. Ja, einfach, weil flach, asphaltiert und gut zu laufen, das sind sie allemal, doch heute nervt der Wind. Irgendwie zieht er mir Energie raus, Spaß macht das so keinen. Macht aber nix, es sind ja noch ein paar Meter, ich erfang mich schon wieder.
 Lainz, die Zeit des Speicherfüllens. Jedes Mal, wenn ich steigungsbedingt ins Gehen komme, versuche ich zu essen. Na, selbst wenn diese Erdbeerriegel von Peerton nicht zwingend mein Geschmack sind, ein paar Kalorien werden sie schon haben. 3 Hufeisenberg ist reicht gatschig, ich rutsche gelegentlich aus, aber.. komm gut rauf. Diesen kleinen Stein, der nach der 2. Steigung aus dem Boden ragt und schon so manchen Sturz, bzw. so manche unliebsame Überraschung verursacht hat, erkenne ich von der Weiten und weiche gut aus. Jö, das war schon wieder die Steigung, jetzt endlich geht´s runter, einfach rollen… das kann ich ja so gut. Na.. mach schon… rollen… locker… … hmmm… was ist, geht das heut auch nicht? Komisch, irgendwie bin ich jetzt schon richtig leer und hab weder Freude noch Energie. Mir ist ein wenig kalt.
Laaber Tor, dann weiter, zum Planetenweg, auf den ich mich seit Monaten so gefreut habe. Und jetzt? Ich lauf zwar locker an der großen Wiese entlang, habe keine Probleme, aber auch keine Freude. Weder am Lauf, noch auf die Labe. Macht nix, vielleicht werden ja die anderen beiden Marathons heute noch feiner.
An der Labe versuche ich, etwas weniger Zeit zu verlieren als letztes Jahr, ich ziehe schnell ein anderes Hoodie an, entscheide mich aber im Gegensatz zu den Vorjahren, mein Unterleiberl anzulassen, mir ist einfach zu kalt. Im Geh-Laufschritt Richtung Pappelteichpark trinke/esse ich noch was geht, bevor ich dann auf 2 Kollegen treffe, die mich nun lange Zeit (bis weit nach Kalksburg) begleiten. Sie motivieren mich, bauen mich auf.
Mein Handy klingelt, es ist Ahmad. Er wollte mich in Alterlaa treffen, mich unterstützen, doch bin ich weit hinter dem Zeitplan einer vernünftigen Zeit, sodass ich nicht will, dass er in der Kälte auf mich wartet. Ich dürfte am Telefon so einen jämmerlichen Eindruck machen, dass er mich x mal fragt, ob es mir eh gut geht.
Eindeutig mein Mann des Tages… Pizzipeter. Wir haben vereinbart, dass er mich irgendwo Höhe Wienerberg aufgabelt und dann bis in die Lobau begleitet. Als er aber merkt, dass ich suboptimal unterwegs sein dürfte, kommt er mir schon knapp nach Alterlaa entgegen. In einer wundervollen Mischung aus Lauferfahrung, guter Laune und Verständnis begleitet er mich in meinem Frust durch das südliche Wien. Ich versuche manchmal zu laufen, dann gehe ich wieder. Zwar meint Peter irgendwann, ich hätte dennoch ein ansatzweise vernünftiges Tempo, doch.. was mir schlicht fehlt ist heute mein Hakuna Matata. Ich komm weiter, ich gehe, laufe, aber es ist weder locker noch macht es Freude. Auffallend ist jedoch, dass wir kaum überholt werden, wenn dann ausschließlich von Staffelläufern oder ¾ G´schichtlern. Am Wienerberg kommt mir ein endlich einmal vernünftiger Gedanke, ich schwitze nun kaum mehr, und ziehe nun eine Laufjacke, die Peter netterweise mitgenommen hat, an. Endlich ist mir nicht mehr wirklich kalt, nun, mal schauen, vielleicht hilft mir das ja was.
Was ist das mit heute. Ich kenne das Gefühl so gut,  die Bitterlichstraße, den Grenzackerweg locker runter zu laufen, heute schleppe ich mich, muss dann bald gehen. Nein, jetzt sind es dann noch 60 km, ich mag heut echt nicht mehr, das ist nicht, wie ich diesen Lauf mag. Wo steige ich aus? Schon beim Friedhof? Oder gönne ich mir noch die Lobau. Tom Rottenberg hat in seinen Blog im Standard einen Satz über jenen Abschnitt, der in der Nacht gelaufen wird. Sinngemäß meint er hier, es wäre genau so ein wesentlicher Teil, wie die restliche Strecke. Gut, stimmt, das will ich mir nun auch nicht entgehen lassen, ich steig erst in Essling aus.
In der Schmidgunstgasse tape ich meinen linken Fuß, der langsam leichte Probleme zu machen beginnt, dann geht’s weiter über die Insel (im gelegentlichen Laufschritt) in Richtung Lobau, wo ich mich in voller Dankbarkeit von Peter verabschiede.
Hier schalte ich dann bald meine Lampe ein, versuche den einen oder anderen Laufschritt. Auf dem Josefssteg ruft mich wieder Ahmad an, er macht sich Sorgen und will wissen wie es mir geht, ob er helfen kann. Ich informiere ihn, dass ich bald aussteigen werde, weil mir für jene restlichen 50 KM schlicht zu kalt ist. Als ich auflege, schießt mir ein Gedanke ein. Der Bursch sieht mich aus welchem absurden Grund auch immer als Vorbild. Dabei ist er auf seinem Weg nach Österreich ganz andere Distanzen gewandert, hat noch ganz anders gefroren als ich und das mit 16 Jahre. Irgendwie ist das doch lächerlich, wenn ich jetzt aus Frust aussteige.
Ich werde plötzlich in einem recht feinen Tempo von hinten überholt, es ist Tom, der nun schon zum 9. Mal beim WRU dabei ist, wir plaudern, gehen wohl mehr als die halbe Lobau gemeinsam, bis er meint, dass in unserem Tempo kaum mehr wer laufen würde. Dieser Satz inspiriert mich, worauf ich mich wieder zusammenreiße und fast bis zur Esslinger Furt laufe. Fast.. deswegen weil ich mit Heidi telefoniere und erfahre, dass sie grad 2-3 Km hinter mir sein dürfte. Ich entscheide mich, in Essling auf sie zu warten.
 
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Offline Pizzipeter

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #2 am: 07.11.2022, 11:40:40 »
Ich finde es super, dass das dein 11.111. Eintrag ist  :D .


Es war mir wirklich eine große Freude dich begleiten zu können/dürfen  :D .
Im Stillen tat es mir in meiner Läuferseele weh, dass es nicht so lief vorallem nach dieser Vorbereitung. Doch ich muss zugeben, der Wind war echt kalt und kam meist von vorne.
Unter Berücksichtigung davon war das eine ultraläuferische Leistung  :good: .


Freu mich auf den zweiten Teil  ;)
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Offline Ulrich

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #3 am: 07.11.2022, 12:18:31 »
Teil 2
 
 
In Essling ziehe ich mir meine lange Hose, eine Skins Kompressionshose an, Heidi ist bald hier und wir machen uns nach einer Stärkung auf den Weg. Gehen und laufen. Keine Ahnung, wie weit ich das mache, vielleicht grad bis Gerasdorf. Mir geht es darum, sie ein wenig zu begleiten, vielleicht ein wenig zu ihrer tollen Zeit beitragen zu dürfen. Zwar gehen wir recht viel, aber ich versuche mich auch an Sie anzupassen, den Lauf habe ich völlig abgehakt, jetzt ist nur Erleben, Selbsterfahrung und eben Heidi.

Bekanntlich ziehen sich die Kilometer, mir wird auch wieder kalt, der linke Fuß schmerzt zusehends. Doch alles noch irgendwie im Rahmen des Akzeptablen. Inzwischen bin ich auch auf meine neue Stirnlampe (eine Led Lenser mh10) gewechselt, die zweifellos das uneingeschränkte -nicht mit mir verheiratete – Highlight des Laufes ist. Mein anderes Highlight, Heidi laufwandert mit mir durch die Nacht und bekommt meine Lage recht intensiv mit. Diesmal geht es mir einfach immer noch zu gut, also mit Ausnahme meines Haxns, aber Schlafdefizit oder Hustenanfälle habe ich heuer wenigstens keine. Also… Zähnezammbeißen und weiter.

Durch Gassln, Ostbahnbegleitstraße, Äcker etc. wandern-laufen wir Richtung und schlussendlich nach Gerasdorf. Hier ziehe ich noch einmal etwas mehr an (noch ein Merinoshirt und eine andere Jacke) und humple Heidi nach, die weniger Zeit an der Labe verschi… hat als ich.
Ich hole sie irgendwann ein, langsam nervt der Schmerz wirklich, im Gehen kann ich kaum mehr gut auftreten, im Laufen macht sich der übliche Krampf im rechten Wadl bemerkbar, wobei das noch das geringere Übel wäre. Heut schaff ich es aber nicht, meine Wut und meinen Schmerz in Energie zu wandeln (in Gegenwart Heidi´s passt das auch nicht), bleibt also nur die Humpelei.
Was gibt es dann noch… die Strecke zieht sich länger als in meiner Erinnerung, einmal binde ich meine Schuhe ein wenig anders, was für eine gewisse Zeit Linderung verschafft, doch auch nur für ca 5 KM. Den Bisamberg rauf bläst der Wind mehr oder weniger durch und durch, dennoch finde ich einen sehr netten Blick auf die Weinstöcke, an denen noch die Reben des Eisweins 2022 hängen. Mit leichtem Schimmel überzogen wirken sie wie riesige Nester der Prozessionseichenspinner, und sind doch die Grundlage für eine Köstlichkeit.


 Wir warten immer wieder zusammen, an der Labe plaudern wir mit den beiden Kollegen, die seit über 6 Stunden in der Kälte ausharren und machen uns dann noch über die Kellerhofgasse Richtung Insel. Und das bin ich schon gelaufen? Hier bin ich 2015 fast gesprintet, bin 2019 recht locker runter und hab 2020 Pizzipeter eingeholt? Und heute humple ich? Mühlweg, alles ist keine Freude mehr, ich versuche regelmäßig meinen Fuß durch Dehnübungen zu entlasten, bitte Heidi, nicht auf mich zu warten, nachdem ich im Gehschritt immer noch recht flott bin. Ein völlig absurder Gedanke rettet mich für ein paar Meter: "Hey, ich freu mich über den rechten Fuß, der tut nicht weh"


Hubertusdamm, ein Trauerspiel. Wir sind beide inzwischen in Rettungsfolie bzw. Plastikponcho eingepackt, stapfen stumm vor uns hin. Irgendwann Höhe u6 Brücke kommt uns ein netter Begleitradler entgegen, der mit der Bemühung, uns zu motivieren aber nicht unbedingt auf Resonanz stößt. Knapp nach der Brücke noch ein absurdes Highlight. Ein Auto mit einem slowenischen Kennzeichen kommt in recht hohem Tempo auf uns zu und nimmt richtiggehend Kurs auf uns. Ich weiche aus, worauf der nette Mensch auch noch den Wagen verreißt.   


Nun ist es ganz aus. Ich kann kaum mehr auftreten, muss wieder dehnen. Heidi ist mit dem Radfahrer zu weit vorne, als dass sie meine Rufe, sie möge bitte warten hört. Ich humple nun weiter in Ziel.
Im Ziel angekommen bekommt meine geliebte Göttergattin leider meinen Frust unmittelbar ab, doch schafft es Florian (nicht der Organisator) mit wenigen Worten und seiner großartigen Art alles wieder einzufangen.
 
Nachbetrachtung: Der linke Fuß ist ca doppelt so dick wie der rechte, ich kann zwar irgendwie gehen, doch macht die Geschichte keinen Spaß. Auch hab ich grad erfahren, dass ich für den 3. Marathon schlappe 9 Stunden gebraucht habe. (vielleicht erklärt das, wieso Heidi heuer keine Bestzeit hatte, ich hab sie zu sehr gebremst)
So macht das wenig Spaß
 
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Offline Pizzipeter

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #4 am: 07.11.2022, 12:38:59 »
Hoffentlich geht es deinem Fuß bald wieder besser  :good:  und dass du wieder Spaß am Laufen findest  :)
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Offline Anna

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #5 am: 07.11.2022, 13:54:41 »
Ulrich, ich kann deinen Frust gut nachvollziehen. Aber dahinter steckt eine großartige Leistung von dir - du hast dich immer weiter motiviert und bis ins Ziel durchgehalten. Auch wenn es diesmal suboptimal gelaufen ist, hast du meine volle Hochachtung  :welle1:

Offline Ulrich

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #6 am: 07.11.2022, 13:55:27 »
Ulrich, ich kann deinen Frust gut nachvollziehen. Aber dahinter steckt eine großartige Leistung von dir - du hast dich immer weiter motiviert und bis ins Ziel durchgehalten. Auch wenn es diesmal suboptimal gelaufen ist, hast du meine volle Hochachtung  :welle1:
Dich auf der Strecke zu treffen war auch ein Highlight
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Offline Diana11

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #7 am: 08.11.2022, 14:04:28 »
Danke für deinen ehrlichen und schonungslosen Bericht. Über dein Durchhaltevermögen und deine Leidensfähigkeit kann ich nur staunen, selbst unter den besten Voraussetzungen kann ich mir solche Strapazen über so viele Stunden kaum vorstellen. Über den Sinn oder Unsinn, die G'schicht unter diesen Begleitumständen durchzukämpfen, mag ich nicht urteilen. Mangelnden Spaß an der Sache kann man vernachlässigen (wenn die mentale Härte vorhanden ist), aber Schmerzen, die sich evt. zu Verletzungen auswachsen können, sind halt ein anderes Thema. Ich hoffe und wünsch dir jedenfalls, dass sich der Fuß und etwaige sonstige Baustellen bald erholen und du die Freude am Laufen bald wiederfinden wirst.
WETTKAMPFSCHWAMMERL
Shit happens! Mal bist du Taube, mal bist du Denkmal. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)

Offline Ulrich

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #8 am: 08.11.2022, 16:00:24 »
Ich komm grad vom Röntgen zurück und freu mich, dass meine Befürchtungen nicht eingetreten sind. Der Haxn darf ja gern weh tun, er sollt nur ganz sein. Und das ist er auch (sogar mit Brief und Siegel / Befund)
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Offline AppleCakeRunner

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #9 am: 08.11.2022, 16:42:45 »
Der Schmerz wird vergehen der Erfolg wird dir bleiben!

Offline Ulrich

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #10 am: 08.11.2022, 17:38:48 »
Der Schmerz wird vergehen der Erfolg wird dir bleiben!
Erfolg???Also danke, ich weiß, es ist gut gemeint. Aber der Erfolg, den ich aus diesem Lauf ziehe ist, das Wissen, was meine Leistungen 2015, 19 und 20 wert waren.Den heurigen "Lauf" will ich aus dem Kopf bekommen, as schnell as possible.
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Offline nasmorn

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #11 am: 08.11.2022, 21:35:27 »
Ich hatte auf ein versöhnlicheres Finish mit Heidi gehofft als ich euch am Tracker gesehen habe. Trotzdem Hut ab vor deinem Durchhaltevermögen und  :welle1:  vor Heidi die ob Bestzeit oder nicht, einfach jedes Jahr ihr Ding durchzieht.

Offline Lemonhead1978

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #12 am: 09.11.2022, 08:55:08 »
Ich gratuliere „trotzdem“. Und wenn es nur für das Durchhalten ist. Ich kann irgendwie verstehen bzw. nachvollziehen, wie man sich über Jahre hinweg beibringt, sehr lange zu laufen. Es übersteigt aber meinen Horizont, wie man es schafft, weiterzumachen und im Endeffekt bis zum Ende durchzuhalten, wenn man bereits 60, 70, 80 km vor dem Ziel merkt, dass es heute einfach nicht sein soll. Ich ziehe alle imaginären Hüte, die ich finden kann…

Offline Ulrich

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #13 am: 09.11.2022, 08:58:23 »
Ich gratuliere „trotzdem“. Und wenn es nur für das Durchhalten ist. Ich kann irgendwie verstehen bzw. nachvollziehen, wie man sich über Jahre hinweg beibringt, sehr lange zu laufen. Es übersteigt aber meinen Horizont, wie man es schafft, weiterzumachen und im Endeffekt bis zum Ende durchzuhalten, wenn man bereits 60, 70, 80 km vor dem Ziel merkt, dass es heute einfach nicht sein soll. Ich ziehe alle imaginären Hüte, die ich finden kann…
Ich hab nicht bis zum Ende durchgehalten, ich hab nur das Aufgeben bis in Ziel immer wieder rausgeschoben
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Offline heitzko

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Antw:2022-11-05 9. rundumadum - Ulrich
« Antwort #14 am: 09.11.2022, 18:45:56 »
Ich hatte auf ein versöhnlicheres Finish mit Heidi gehofft als ich euch am Tracker gesehen habe.
ach, nachdem wir alle jene, die dort seit stunden ihren dienst versehen mussten, durch unsere paradoxe intervention erfolgreich aufgeweckt hatten, wurde es schnell sehr versöhnlich  ;D .
ich bin sehr stolz auf meinen ehemann, da ich ziemlich gut weiß wie es ist solche distanzen mit vor allem (zunehmenden) schmerzen durchzuhalten.
noch schwieriger wird es, wenn das gefühl von anfang an nicht passt.

wir haben uns durch den versuch aufeinander möglichst viel rücksicht zu nehmen, durchaus gegenseitig behindert. ich glaube nächsts mal sollte im ernstfall lieber jeder in seinem eigenen tempo/rhythmus dahinhumpeln (glaube aber nicht, dass ich irgendwann beim rundumadum noch einmal auf ulrich auflaufen werde, da war schon in deutliches indiz für einen schlechten tag).