Autor Thema: 2009-07-05 IMA 2009 - divebabs  (Gelesen 121 mal)

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2009-07-05 IMA 2009 - divebabs
« am: 05.07.2009, 00:00:00 »
Datum: 2009-07-05
Event: IMA 2009
Distanz: 225.000 km

Ersteller: divebabs

Offline divebabs

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2009-07-05 IMA 2009 - divebabs
« Antwort #1 am: 05.07.2009, 00:00:00 »
mein erster Ironman

Ironman 2008 – ich bin nur Zuschauer, werde aber so von der Stimmung gepackt, dass ich mich noch am Montag Vorort anmelde, obwohl ich noch nicht einmal schmerzfrei gehen kann.
Eine ziemlich wechselhafte Vorbereitung steht vor mir. Im Herbst kann ich endlich wieder langsam mit dem Laufen beginnen und die ersten Wettkämpfe sind ein richtiger Krampf. Beim Laufen ‚läufts’ gar nicht so wie gewollt – worauf hab ich mich da nur eingelassen?

Erst beim Frauenlauf und bei der OD in Neufeld hab ich endlich wieder ein halbwegs gutes Gefühl beim Laufen – wird auch schon Zeit, lang ist es nicht mehr bis Kärnten.

Da ich dem Schulschlußverkehr entkommen will, fahre ich schon am Donnerstag nach Kärnten, dort gleich mal direkt in die Ironmancity, a bisserl Kaffee trinken a bisserl mit Freunden plaudern und dann ab nach Krumpendorf Zimmer beziehen.
Am Freitag früh nach dem Frühstück geht’s mal ab zum Registrieren. Dort treffe ich Christian und wir gehen direkt im Startbereich ein wenig schwimmen. Die Bojen sind schon ganz schön weit draußen
Immer wieder fragt mich wer:  Na, bist schon nervös?
Aber die Nervosität hält sich in Grenzen, da bin ich selbst ziemlich überrascht, aber vielleicht ist mir ja nur noch nicht klar, was am Sonntag auf mich zukommt ;)
Ein wenig angspannter werde ich beim zusammenpacken der Säcke für die Wechsel – was wo rein?, nur nix vergessen.
Mein Auto lasse ich bei der Ironmancity am Parkplatz stehen und fahre mit dem MTB nach Krumpendorf.

5. Juli 2009 Kärten Ironman Austria – ein genialer Tag.

Am Sonntag läutet um 4:00 der Wecker, es noch finster, aber der Frühstücksraum ist schon recht voll. Nur meine Bekannten, die mich zum Start mitnehmen lassen etwas aus sich warten, aber wir haben noch mehr als genug Zeit.
Kurz Rad checken, Riegel und Getränke aufs Rad packen, Luft aufpumpen und mit Neo und Straßensack bepackt auf der Suche nach einem WC wo die Warteschlangen nicht zu lang ist – gar nicht so einfach ;)

Am Weg zum Startbereich treffe ich noch ein paar bekannte Gesichter unter den Zusehern, kaum zu glauben bei den Massen ;)
Ich stelle mich ganz links außen hin, eigentlich zu den langsamstem. Der Startschuß fällt und ich schwimme los. Da ich ganz außen schwimme, kann ich die ganzen 3,8km ohne nennenswerten Berührungen bewältigen. Nur im Lendkanal muss ich meinen Platz etwas behaupten. Dort kann ich wieder ein paar Freunde am Rand erkennen und winke – mir geht’s einfach nur gut ;). Direkt beim Schwimmausstieg wartet eine Freundin – Wahnsinn, selbst während dem Wettkampf erkennt man Freunde – ich schaue auf die Uhr 1:30, naja ein wenig schnellere Zeit hätte ich mir erwartet, aber ich muss zufrieden sein.
In der Wechselzone lasse ich mir Zeit, der Tag ist noch lang genug und ab aufs Rad.

Die Radstecke kenne ich nur von Erzählungen und v.a. dass es der Ruperti beim zweiten Mal rauffahren schon in sich hat – na mal schauen, was mich da erwartet ;) Die erste Runde ist ok und mit 3:24 halbwegs im Plan, die Anstiege schaffbar, die Stimmung super v.a wenn man mit ‚ da kommt die nächste Ironlady’ empfangen wird. In der zweitern Runde merk ich die Anstiege schon etwas … und aufeinmal ist der Ruperti auch das zweite Mal bewältigt – war ja gar net so schlimm. Allerdings die Tafel mit ‚ nur mehr 27km ausrollen’ stimmt net ganz. Ein paar leichte Anstiege kommen schon noch ;). Für die zweite Runde brauche ich 3:45 also gesamt 7:09 am Rad. Ich bin ein wenig enttäuscht, da ich nun zweifle, dass sich unter 14 Stunden ausgehen können. Aber das Gefühl ist so super und mir geht es nach wie vor so gut, dass die Zeit beim ersten Ironman wohl nebensächlich sein sollte.

In der Wechselzone nehm ich mir wieder genug Zeit und ab geht’s auf die Laufstrecke – nur noch 42 km trennen mich vom Ziel. Ich habe keine Ahnung was mich erwartet, die Distanz ist für mich vollkommen unbekannt aber es geht mir noch immer super.
Die ersten km brauche ich etwas um das für mich richtige Verhältnis zwischen Laufen und Gehen zu finden, dass ich nicht durchlaufen werde und jede Labestation ‚gemütlich’ nehmen werde, war klar. Wieder bekannte Gesichter und ‚ schau da hinten wird’s finster – du könntest Glück haben und ein wenig Regen abbekommen’ – schön wärs, denn es ist ziemlich warm. Und ich habe wirklich Glück in Krumpendorf ein kurzer Regenschauer und es kühlt angenehm ab. Der Regen wird leichter und hört dann bald komplett auf – eigentlich ideales Laufwetter und ab geht’s das erste Mal Richtung Klagenfurt. Immer wieder überhole ich andere Teilnehmer, es sind so viele unterwegs, denen es nicht mehr gut geht. Die ersten 21km sind in 2:29 geschafft, auf die Zeit passe ich aber gar nicht auf, mir geht’s ganz einfach noch immer blendend .. aber die unbekannte Distanz kommt ja erst … hoffentlich breche ich nicht auch ein … hoffentlich vertrage ich die Gels, ich lauf ja nie damit. Das zweite Mal in Krumpendorf – der Großteil der Laufstrecke liegt schon hinter mir, die ‚Spaziergeher’ mit Startnummer werden immer mehr, aber ich laufe großteils ;). Das letzte mal Richtung Klagenfurt, dort nochmals um den Lindwurm und beim dritten Versuch läutet endlich die Glocke – nur mehr ein paar wenige km – ich schaue auf die Uhr und sehe, dass sich unter 14 Stunden ausgehen müssten – pfau, das kann ich gar nicht glauben. Irgendwie warte ich auf den Einbruch, auf Muskel- oder Magenprobleme – ich bleibe von all dem verschont und mir geht’s einfach nur gut. Ich genieße die letzten km … die letzten 500m wo Christian, ein Vereinskollege, der war ja schon lange im Ziel, kurz außen mitläuft …. meine Schwester, die mit meiner Nicht kurz schon im Kanal mitläuft … eine Freundin die über die Absperrung regelrecht drüberhängt, damit ich sie nicht übersehe – ein Wahnsinn – das Ziel ist da: 13:58:37 – und mir geht’s super!!

Es war ein traumhafter Tag, kaum zu glauben, dass ich zwei fast gleiche HM Zeiten gelaufen bin, dass ich noch beim Laufen so viele überholen kann. Ich habe nichtmal am Montag einen nennenswerten Muskelkater, keine Blasen, einfach keine Probleme ;)

Kärten Ironman 2010 wir sehen uns wieder ;)

Offline Conny

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2009-07-05 IMA 2009 - divebabs
« Antwort #2 am: 10.07.2009, 23:34:31 »
Das ist ja unglaublich "nichtmal am Montag einen nennenswerten Muskelkater,...", na allerherzlichste Gratulation liebe Ironlady, ich zieh den sommerlichen Strohhut vor dieser genialen Leistung. Danke für diesen Bericht!

Offline heitzko

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« Antwort #3 am: 11.07.2009, 09:11:19 »
super gemacht! du hast einen ganz genialen ersten ironman hingelegt und durch  km-schnitte und soll-vorgaben stressen lassen. die belohnung - jedenfalls liest es sich so - einfach ein genuss-ironman :)

Offline JM

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2009-07-05 IMA 2009 - divebabs
« Antwort #4 am: 13.07.2009, 14:12:39 »
Dass es sowas wie einen Genussironman gibt ist eigentlich ein Oxymoron. Aber schön dass es doch möglich ist. Gratulation auf jeden Fall zum super Erfolg !
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Offline divebabs

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« Antwort #5 am: 13.07.2009, 20:44:58 »
danke ;)
ja hätt ich vorher auch nicht gedacht, aber es hat wirklich die ganze Zeit nur Spaß gemacht ... und wies dann auch noch so super beim Laufen "gelaufen" ist ... da nur noch mehr
Ich fürchte nur, dass beim nächsten Mal anstrengender werden wird ;)