Autor Thema: 2010-05-08 Rennsteiglauf - MT76  (Gelesen 221 mal)

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2010-05-08 Rennsteiglauf - MT76
« am: 08.05.2010, 00:00:00 »
Datum: 2010-05-08
Event: Rennsteiglauf
Distanz: 72.200 km

Ersteller: MT76

Offline MT76

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2010-05-08 Rennsteiglauf - MT76
« Antwort #1 am: 08.05.2010, 00:00:00 »
besser spät als nie ...

Mit doch etwas Verspätung ;), nachdem der Rennsteiglauf 2010 dank jenem von 2011 großteils rehabilitiert wurde ein Bericht, wie sich der Lauf anfühlt, wenn es nicht so rund läuft …

Freitag gut in Eisenach angekommen, lief unsere Viererbande (Carola, Klemens, Karsten - letzterer mit Ambitionen auf eine erneute Topplatzierung) eine kurze Runde zur Wartburg rauf - da kam der Kreislauf nach der langen Fahrt in Schwung. Am Abend stand dann die Kloßparty im Festzelt von Eisenach am Programm. Obwohl wir bereits knapp nach Beginn im Zelt eintrafen war die Schlange deutlich kürzer als von mir erwartet. Auch während wir unsere Klöße verdrückten änderte sich daran nichts - wie übrigens beim gesamten Rennsteiglauf: alles ist super organisiert, nirgends gibt's Wartezeiten. Und die "Besonderheiten" sind auch in diversen Berichten festgehalten: das Gewand wird im Freien gelagert, also sicherheitshalber einen weiteren Müllsack drumherum, damit nicht durchnässtes Gewand auf den durchnässten Läufer wartet. Verpflegungsmäßig ist Haferschleim in verschiedenen Geschmacksrichtungen das Objekt der Begierde. Es gibt aber auch Wurst- und Schmalzbrot, bei km37 sogar Würstel.

Nach der Kloßparty ging's recht bald ins Bett, denn am nächsten Tag war ja Start um 6h - da heißt es rechtzeitig aufstehen um den Körper doch einigermaßen auf Touren zu bringen. Normalerweise würde ich es jetzt nicht ausbreiten, da es aber doch meinen "Mentalzustand" über die ersten Stunden beherrschte, ist es wesentlich. Am Weg zum Start meldete sich meine Verdauung mit einem ganz dringenden Bedürfnis ... die Schlangen vor den Dixis (okay, es ist doch nicht alles perfekt in Eisenach) natürlich ewig lang, also rasch in ein Cafe am Hauptplatz rein - super, keine Schlange ... naja, nur fast, denn die Schlange (2 sind vor mir) lehnt gerade an der Bar und bestellt noch in aller Ruhe Kaffee. Aber mit meinem treuherzigsten und notleidensten Blick darf ich vor - ich hab doch noch einen langen Weg zum "echten" Ultraläufer vor mir, ganz Eindeutigkeit fehlt mir in der Situation Gelassenheit und Ruhe, ich tänzle eher wie ein nervöses Straßenlaufsprintpferd. Um 5h58 verlasse ich das Cafe und stelle mich zum Start. Jetzt sollte meine GPS-Uhr noch Satelliten finden, denn nachdem der Akku nur so 8 Stunden hält und ich es schon für möglich halte, dass ich unter Umständen solange unterwegs sein könnte, aktiviere ich das GPS erst im letzten Moment. Und prompt werden natürlich keine Satelliten gefunden.

6h00 - Start, los geht's. Der Magen fühlt sich auch weiterhin eher bedürftig an ... na super! GPS: kein Signal, daher keine Tempoeinschätzung - eigentlich eh wurscht, aber in meinem Kopf macht sich nur ein Gedanke breit und verdrängt jegliche andere Möglichkeit und Relation: "alles geht heute schief". Nach der Flachpassage durch die Fußgängerzone und das Stadttor geht's recht rasch auch schon den Berg rauf, fühlt sich laufmäßig eigentlich recht gut an, nach allen Berichten jetzt nur nicht zu schnell werden, Marschtabelle sieht so etwa ein Tempo von 5:30/km vor - bloß: wie soll ich denn das kontrollieren ohne mein geliebtes GPS ;) ... nach 1.5km der erste Lichtblick: mein GPS funktioniert und das Tempo passt auch. So geht's kontinuierlich über eine Forststraße bergauf bis zur ersten Versorgung bei km7, dort einen Wasserbecher schnappen, denn es ist doch anfangs recht schwül und ich rinne nur so aus. Schock: das ist Mineralwasser mit ordentlich Kohlensäure - gar nicht gut, weil mein Magen nach wie vor präsent ist. Also, Flüssigkeitsbedarf mit Tee stillen. So geht's dahin, bei km12 die nächste Versorgung, wieder Wasser = Mineralwasser, also hauptsächlich Tee trinken. Das bleibt bis am Ende so. Langsam stellt sich auch ein echtes Hungergefühl ein. Hm, super, der Magen rebelliert, gleichzeitig bin ich hungrig und knapp 60km liegen noch vor mir. Na bravo, was für ein Tag.

Nach ca. 17km dann die erste Versorgung mit dem legendären Schleim. Kurzes Überlegen - was ist besser Hunger oder möglicher Klostopp nach Nahrungsaufnahme. Naja, vielleicht lässt sich beides vermeiden, also mal den Schleim probieren. Mmmmmm, schmeckt echt gut und sättigt. Sicherheitshalber auch ein Stückchen Banane nehmen, damit nicht nur Flüssigkeit im Magen ist. Und dann geht's weiter - jetzt auf einem Waldweg - bergauf. Was merke ich? Der Hunger ist weg, allerdings möchte der Magen auch beachtet werden. Also schnell zwei Sanis an der Strecke um ein Taschentuch angeschnorrt - ich bekomm gleich ein ganzes Packerl mit auf den Weg. Okay, das Problem wäre damit auch mal gelöst. Nach einer flotten Bergpassage biegen alle nach links ab - und einer in die Büsche nach rechts. Deutlich leichter wird dann die verlorene Zeit gut gemacht bis ich wieder in der Region meiner vorherigen Mitläufer ankomme. Jetzt geht's so gut, dass ich das Tempo gleich halte. Im Nachhinein betrachtet wahrscheinlich keine so gute Idee, aber es macht jetzt wenigstens Spass und fühlt sich gut an. Bei der nächsten großen Versorgung mit Schleim sind auch schon die ersten 27km und 800 Höhenmeter überwunden. Jetzt soll es laut Streckenprofil eigentlich mehr oder weniger flach bis leicht wellig dahinrollen - ein Schnitt von 5:00/km ist eingeplant, der erste Abschnitt war allerdings mit fast 10 Minuten Vorsprung auf die Marschtabelle etwas zu flott. Und was passiert jetzt: der Magen fordert schon wieder seinen Tribut, nächster Stop. Und die Laufzeiten im Flachen: nix mit 5:00/km, sondern doch etwas drüber. Okay, nicht so schlimm, ich hab ja eh Vorsprung und werd jetzt halt mal investieren, es sind ja immer noch knapp 45km vor mir. Allerdings: so wirklich leicht fällt auch das langsamere Laufen nicht. So geht's zäh dahin bis km37 wo ich schon leicht desorientiert ankomme. Hungergefühl ist auch wieder da, fühle mich konditionell auch schon sehr leer. Also mal ordentlich laben. Das ist aber gar nicht so leicht, weil ich bin gierig, raffe Schleim, Tee und Wasser an mich. Dann entdecke ich auch das Cola - SUPER, mein Kreislauf ist eh auch nicht ganz auf der Höhe, also nehme ich das auch noch. Nicht so schlau, denn in meinem Dusel mit drei Bechern in der Hand und leichten Koordinationsstörungen verziere ich den Cola-Tisch gleich mal mit dem Haferschleim und entschuldige mich vielmals bei den Helfern. Die dürften solches allerdings gewöhnt sein und sehen milde lächelnd über meine Sauerei hinweg. Nach dem ungewollten Tausch von Haferschleim gegen Cola geht es nochmal zurück zum Haferschleimtisch - allerdings erst, nachdem das Cola getrunken ist - man ist ja lernfähig.

So gestärkt gehend weiter bergauf. Da wird das Schuhband locker und - beim Versuch, dieses zu binden und den Fuss auf der Böschung abzustellen - flatsch, mitten rein ins Sumpfloch und als Resultat ein nun komplett durchnäßter Vorfuss. Geh bitte, muss ich heute wirklich alles erwischen? Und ich bin erst bei km37, d.h. gerade ein wenig über der halben Distanz. Meine 10 Minuten Vorsprung auf die Marschtabelle sind auch schon dahin, ich bin jetzt 2 Minuten dahinter. Okay, auch nicht so schlimm, Marschtabelle ist 6h43 und wirkliches Ziel ist eigentlich unter 7h - ich hab ja ein bißchen Schwächeln auf der zweiten Hälfte eingeplant. Also da ist ja noch ordentlich Platz. Selbst mit 15 Sekunden pro km langsamer geht sich das gut aus. Wenn's halt nur nicht noch langsamer wird. Kurz nach der Verpflegung natürlich wieder der Magen, der sich wichtig machen muss. Auch schon egal heute. Aber es sollte das letzte Mal sein, dann hat er genug vom Rampenlicht ;)

So geht's dann - teilweise im Nebel - auf etwa 800-900m Höhe dahin. Irgendwo höre ich eine Temperaturansage von 3 Grad. Ja, so fühlt sich's auch an - es ist kalt! Habe glücklicherweise wenigstens das Laufshirt mit Ärmel genommen, aber gegen Handschuhe hätte ich jetzt auch nix einzuwenden. Das Laufen wird immer mühsamer, ich habe ein echtes Tief, selbst im Flachen werden die Geheinlagen immer häufiger - werde ich das wirklich schaffen heute? Werde ich mir das wirklich antun, denn wenn ich nur mehr gehen kann, brauche ich wohl 10 Stunden bis ins Ziel - will ich das? Fragen über Fragen. Bei etwa km50 werde ich - wie schon seit der zweiten Verpflegung eigentlich ständig - wieder mal von einem Läufer überholt, als ich gerade gehe und meine ziemlich blauen Fingerkuppen betrachte. Ganz fit wirkt er auch nicht mehr, aber fragt mich: "und - wirst Du bei km55 aufhören?" (Anmerkung: bei km55 ist ein "Zwischenziel", man kann aufhören und sich mit dem Bus ins "echte" Ziel nach Schmiedefeld transportieren lassen). Hm, warum? Schau ich so schlecht aus? Bin ich im Gesicht auch so blau wie meine Fingerkuppen? Bin ich nicht mehr Herr meiner Sinne? Erleichternde Antwort von ihm: "Nein, nein, nur weil Du halt immer wieder gehst". Na gut, dass ist ja eher der Versuch, irgendwie die zweite Luft zu bekommen und doch Schmiedefeld bei Zeiten erreichen zu können. Denn das Finisher-Shirt gibt's heuer nicht wie im Vorjahr schon bei der Startnummernabholung sondern erst in Schmiedefeld. Natürlich könnte ich mit dem Bus von km55 dorthin fahren, aber ist es dann ein echtes Finisher-Shirt, bin ich würdig, es zu bekommen? Klare Antwort für mich: nein, für das Finishershirt muss ich auch die 72.7km machen. Ich fange wieder an zu traben und wir unterhalten uns. Er ist schon zum wiederholten Male dabei, Ziel eigentlich auch so 6h30 bis 6h45, aber leidet unter Eisenmangel und Krämpfen heute und überlegt, bei km55 auszusteigen. So plaudern wir über unsere Leiden, aber währenddessen spüre ich, hej, es lenkt ab, der Körper fühlt sich besser an und am leichten Bergabstück komm ich wieder ins Rollen. Bei km55 dann die nächste große - und zwar richtig große - Versorgung. Die Wanderer haben hier ihr Ziel und dementsprechende Laben sind aufgebaut. Und meine Rettung für das was noch kommt ist auch da. Es gibt einen Stand von (Achtung: Werbung, aber es hat echt geholfen!) Dextro Energy, wo ihr neues Gel (flüssiger als die Powerbarsachen) verteilt wird. Nachdem ich das auf meiner Messe schon mal probiert habe, greife ich freudestrahlend zu und runter damit. Dann noch ein Butterbrot (Wurst- oder Schmalzbrot möchte ich meinem Magen heute doch nicht zumuten), einen Schleim und - jippiii - Leben kehrt in meinen Körper zurück. Mit dem warmen Tee sind auch meine Fingerkuppen wieder durchblutet.

So geht's weiter, meinen Streckenabschnittspartner muss ich bergauf ziehen lassen, so ganz ist die Schwäche doch nicht weg. Aber das Ziel wird mein sein - und zwar vor Einbruch der Dunkelheit ;-) So geht's mit Wechsel aus Laufen (naja, eher ein Trippeln) und Gehen dahin und die km ziehen vorbei. Dann komm ich wieder mal an einem Läufer vorbei, der mir dehnend bei km40 schon mal aufgefallen ist. Seitdem überholen wir uns eigentlich gegenseitig immer wieder - je nachdem wer gerade eine Gehpause macht. Diesmal schaff ich es aber laufend auch nur mehr bis zu ihm und muss dann im Anstieg auch wieder gehen. Also kommen wir ins Plaudern - auch er wie meiner vorheriger Mitläufer ein Mehrfachtäter am Rennsteig, allerdings heute auch nicht gut in Schuss. Aber mit Gesprächen über diverse Läufe vergehen die Kilometer auch ganz gut, und ich merke, ich könnte schneller. So setze ich mich mit einem "wir werden uns wieder sehen, weil ich halt das wohl eh nicht durch" (naja, eigentlich glaub ich schon dran, dass ich vor ihm im Ziel sein werde, aber lieber tiefstapeln ;-) nach vorne ab. Bei km60 hole ich auch meinen Laufpartner von km50 ("hörst du auf?") wieder ein, sein Knie schmerzt, er hat Krämpfe und bei km60 würde es sogar Massage geben. Er traut sich aber nicht hinlegen, weil er Angst hat, dann gar nicht mehr hochzukommen. So laufen wir wieder ein Stück zusammen, bei km64 - der letzten großen Verpflegstelle - trennen sich dann unsere Wege, ab jetzt soll es nur mehr bergab gehen und bergab rolle ich nachwievor sehr gut. So geht es für mich gut dahin, ich gebe nur nicht zuviel Gas, weil auch wenn 8km am Rennsteig relativ nicht mehr viel sind, absolut sind es doch noch 45 Minuten, da kann viel passieren. Und leider geht es nicht nur bergab, sondern teilweise flach - das fühlt sich schon sehr unangenehm an, nach der bergab Rollerei - und teilweise auch leicht bergauf, da ist dann für mich überhaupt nur mehr gehen möglich. Bei einer erneuten Gehpause im Flachen dann wieder mal ein Schreck: der Weg scheint leicht zu schwanken, die Fingerkuppen sind wieder blau, will sich mein Kreislauf verabschieden? Naja, es geht so einigermaßen dahin, die nächste und letzte Labe bei km68 ist bald erreicht. Dort stehen Sanis und unterhalten sich während ich vorbei trotte - aber nicht über mich! "Hm, der da hinten schaut nicht gut aus, aber schaffen wird er's wohl" - "ja, denke ich auch, lassen wir ihn laufen". Ich dreh mich um, der Kollege schaut eigentlich eh ganz okay aus. Also wenn der ihnen auffällt und ich nicht, dann wird schon alles passen. Schnell zwei Becher Cola für den Kreislauf und wieder laufen versuchen. Geht eine Zeit lang, dann aber wieder ein Gefühl der Schwäche, also Gehpause. Mein Kollege von km50 kommt wieder an mir vorbei und etwas später höre ich auch ein "Gruß nach Wien" und mein zweiter Gesprächspartner zieht an mir vorbei. Na gut, bei der Laufpartnerin, die er sich aufgezwickt hat, kann ich schon verstehen, dass die Motivation leichter fällt ;-) ... mir hilft's nix, ich krieche weiter dahin ... nachdem gerade keine Zuschauer da sind, bekommt jeder, mich überholt ein "Bravo" mit auf den Weg - die haben sich das alle viel besser eingeteilt als ich, ich kann nicht mehr laufen, sie schon! Aber wenigstens kommt jetzt wieder ein Bergabstück und es sollten auch nur mehr 3km sein. Also wieder rollen lassen ... und ... ja, es geht, es rollt, der Kopf denkt nur mehr "weniger als 3km, das geht leicht" ... ich werde immer schneller (naja, was in meinem Zustand halt unter schnell fällt), mache wieder Plätze gut, dann wieder ein leichter Anstieg, allerdings nach dem bisher zurückgelegten kommt es mir wie eine Wand vor, ich wechsle ins Gehen und merke ... nein, nicht schon wieder ein schwankender Weg, also Idee: nicht gehen, ich versuche mit kurzen Schritten zu trippeln, und ja, es hilft, der Weg ist wieder fest. Jetzt geht's wieder bergab, das fällt mir leicht, ich überhole wieder einen Läufer, der will das aber nicht und hängt sich hinten rein - kein Problem, ich bin von meinem Zeitziel eh schon meilenweit entfernt und ob ich jetzt 380. oder 381. werde ist mir auch egal. Also freu ich mich, dass ich jemanden ziehen kann. Knapp nach dem Bogen für den letzten Kilometer gibt er Gas. Ich könnte gefühlsmäßig sogar mit und bin mir sicher ihn niedersprinten zu können. Aber heute will ich das nicht, weil was ich will ist den Zieleinlauf genießen - dafür hab ich schließlich durchgehalten, also wozu hier durchhetzen, auf die paar Sekunden kommt's wirklich nicht mehr an nach 7h30. Und das tue ich dann auch - den Zuschauern ist leider etwas kalt, sie sind nicht ganz so euphorisch, aber einige reagieren doch auf mein Gestikulieren. So geht's dann durchs Ziel durch, Medaille abholen, mit Tee ein bißchen wärmen und dann rasch zum Kleidersack und warm einpacken. Dort treffe ich dann auch Carola & Karsten - im Zielbereich war ich wohl zu desorientiert, denn sie haben geschrien und gewunken, aber ich hab nix mitbekommen. Ich bin weiter etwas daneben, das Zielgelände mit eher wenigen Orientierungstafeln wäre wahrscheinlich zur Herausforderung geworden, aber Carola lotst mich zu den relevanten Stellen: Bier, Finishershirt, Suppe und dann geht's zum Bus zurück nach Eisenach.

Fazit: der Rennsteig sieht mich wohl wieder, denn geschafft hab ich es, denn mit besserer Einteilung am Anfang und wohl auch richtigem Bergtraining (ich hab die "nur hügeligen" 1700 Höhenmeter doch unterschätzt) muss bzw. kann das auch ein Genuss und nicht 30km Qual und Schinderei werden. Der Lauf hat es sich verdient, mit besserer Laune und Einstellung als meiner heute absolviert zu werden.

PS: Wer bis hierher gelesen hat fragt sich wahrscheinlich (zumindest tu ich es gerade), warum schreibt er eigentlich nix über die Landschaft? Nun ja, ich war so mit mir beschäftigt, dass ich den Tunnelblick hatte und außer von den 2 Metern links und rechts sowie den 10 Metern vor mir eigentlich nix mitbekommen habe ;) Außerdem war's auch teilweise ziemlich neblig, sodass der Rundumblick auch stark beeinträchtigt war. Ein Grund mehr, dem Rennsteig wieder einen Besuch abzustatten.


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Offline Richy

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2010-05-08 Rennsteiglauf - MT76
« Antwort #2 am: 25.06.2011, 23:49:58 »
Unter den unveröffentlichen Werken schlummern Juwelen. ;)
Du bist 2010 angekommen. Und wärst heuer doprt gestartet, wär es wahrscheinlich sehr gut gelaufen. Wenn man die Ötscher Läufe 2010/2011 als Vergleich hernimmt.
So ein Bericht hilft allen, die sich das mal antun, und wo es nicht so läuft.
Mir auch? Noch wehre ich mich vehemment gegen den Ultra-Virus :)

Online JM

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2010-05-08 Rennsteiglauf - MT76
« Antwort #3 am: 26.06.2011, 07:23:06 »
Mal abgesehen von der Temperatur hätte der Lauf auch 201 gewesen sein können, das entschuldigt den späten Bericht :D Aber besser spät als nie. Auf jeden Fall interessant zu lesen.
Außerdem dachte ich dass man sich bei Tunnelblick die Höhenmeter spart ;)
Super dass du es trotz aller Umstände ins Ziel geschafft hast, das hätte sicher auch nicht jeder geschafft.
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Offline heitzko

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2010-05-08 Rennsteiglauf - MT76
« Antwort #4 am: 26.06.2011, 07:33:35 »
danke für deinen eindrucksvollen bericht, das einjährige warten hat sich ausgezahlt :D. super wie du durchgehalten hast, kann mir sämtliche leiden ziemlich gut vorstellen :) :) :)! falls ich einmal dort mitlaufe werde ich jedenfalls sicher im training testen ob ich haferschleim während des laufens vertrage - denn eigentlich geht es mir da so wie dem JM, das ist eine meiner lieblingsspeisen :D